ArchivDeutsches Ärzteblatt27/2002Italien: „Bankräuber in Weiß“

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Italien: „Bankräuber in Weiß“

Dtsch Arztebl 2002; 99(27): [80]

KT

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Kriminelle nutzen den Vertrauensbonus aus, den Ärzte genießen. Als Mediziner verkleidete Bankräuber knacken Tresore in Neapel, Rom, Mailand und anderen italienischen Städten.


Seit kurzem bedienen sich italienische Bankräuber eines neuen Tricks, um Banktresore zwischen Mailand und Neapel zu knacken: Sie verkleiden sich als Ärzte.
Wie italienische Zeitungen berichten, kommt es in jüngster Zeit immer häufiger vor, dass sich Bankräuber weiße Ärztekittel anziehen und einen Mundschutz um den Hals legen. Dann betreten sie die Bank, ziehen den Mundschutz vors Gesicht und rauben die Tresore aus. Erst kürzlich gelang es zwei solchen „Bankräubern in Weiß“, rund 30 000 Euro aus der Aurelia Bank in Rom zu stehlen. Die Bank liegt direkt auf dem Grundstück eines großen römischen Krankenhauses, und die Schalterbeamten sind daran gewöhnt, dass Ärzte in Kitteln und mit Mundschutz in die Filiale kommen, um ihre Bankgeschäfte zu erledigen.
Laut italienischer Polizei ist der Überfall auf die Aurelia Bank in Rom kein Einzelfall. „Bankräuber wissen, dass Ärzte in weißen Kitteln einen Vertrauensbonus genießen. Das nutzen skrupellose Ganoven schamlos aus, um Banken zu überfallen“, sagte ein Polizeisprecher gegenüber der Zeitung „Messaggero“. KT
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