ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/2002Apotheken: Acht Millionen Unterschriften

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Apotheken: Acht Millionen Unterschriften

Dtsch Arztebl 2002; 99(28-29): A-1932 / B-1628 / C-1524

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Wenig beeindruckt: Gudrun Schaich-Walch im Gespräch mit Hans-Günter Friese Foto: DAX-Fotodesign/ABDA
Wenig beeindruckt: Gudrun Schaich-Walch im Gespräch mit Hans-Günter Friese Foto: DAX-Fotodesign/ABDA
Initiative „Pro Apotheke“ in Berlin beendet
Vier Europaletten mit knapp acht Millionen Unterschriften sind das Ergebnis einer zweimonatigen Unterschriftenaktion der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ABDA. Mit der Aktion „Pro Apotheke“ protestierte die ABDA gegen die von der rot-grünen Bundesregierung geplante Aufhebung des Versandhandelsverbots für Arzneimittel. „Das Ergebnis der Initiative hat alle Erwartungen übertroffen und ist in dieser Höhe einmalig in Deutschland“, sagte Hans-Günter Friese, Präsident der ABDA, bei der Übergabe der Unterschriften in Berlin. Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium, Gudrun Schaich-Walch, nahm die Unterschriftenlisten entgegen, zeigte sich aber weitgehend unbeeindruckt.
Schaich-Walch betonte, dass man die Sorgen der Patienten und der Apotheker ernst nehme. Sie versicherte, dass die Bundesregierung für den Erhalt der ortsnahen Apotheke einstehe. Deshalb sei es nicht gerechtfertigt, die Bevölkerung mit der Aussicht zu ängstigen, dass ihre Apotheke vor Ort morgen nicht mehr da ist. Man arbeite an klaren Rahmenbedingungen. „Rosinenpickerei werden wir nicht zulassen“, versprach die Staatssekretärin.
CSU-Gesundheitsexperte Horst Seehofer stellte sich auf der Veranstaltung in Berlin hinter die Apotheker. Arzneimittel gehörten in die Hand von Fachleuten. Wer glaube, das Internet etwa in Bezug auf die Arzneimittelsicherheit kontrollieren zu können, gehe an der Realität vorbei, so Seehofer.
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