ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/2002Pflegeversicherung: Wortwahl bedenken
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Wenn ich als 68-Jährige den Artikel lese und dabei bedenke, dass ich vielleicht noch eine durchschnittliche Lebenserwartung von zehn Jahren vor mir habe, bekomme ich fast ein schlechtes Gewissen, dass ich dann der Pflegeversicherung eventuell zur „Last“ falle. In dem Artikel ist ja auch die Rede von „zunehmender Überalterung der Bevölkerung und verlängerter Lebenserwartung, von wachsender Alterslast auf die Finanzen der Pflegeversicherung“. Das klingt fast wie ein Vorwurf in den Ohren der Alten, so lange zu leben. Ich finde, man sollte die Wortwahl in solchen Artikeln sorgfältiger bedenken (auch wenn der im DÄ steht). Außerdem weiß die Politik seit Jahrzehnten um die Auswirkungen der steigenden Lebenserwartung. Beitragserhöhungen sind da der falsche Weg. Es gibt genügend Geld, es muss nur sozial gerechter verteilt werden!
Dr. med. Gisela Jahn, Sterndamm 126, 12487 Berlin

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote