ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/2002Effektivität von b-Blockern bei schwerer Herzinsuffizienz umstritten

MEDIZIN: Referiert

Effektivität von b-Blockern bei schwerer Herzinsuffizienz umstritten

acc

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Beta-Blocker werden in der Therapie der leichten und mittelschweren Herzinsuffizienz eingesetzt. Ob auch Patienten mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz von diesem Therapiekonzept profitieren, wurde in einer großen Multicenterstudie mit dem b-Blocker Bucindolol untersucht. Insgesamt 2 708 Patienten mit Herzinsuffizienz NYHA Grad III und IV wurden randomisiert doppelblind einer Therapie mit Bucindolol unterzogen. Obwohl es in der zweijährigen Nachbeobachtungsphase in der Behandlungsgruppe zu weniger Krankenhauseinweisungen kam als in der Placebogruppe und eine Verbesserung der linksventrikulären Ejektionsfraktion durch die b-Blocker-Therapie zu verzeichnen war, kam es bei dem primären Endpunkt der Studie zu keinem signifikanten Unterschied (449 Todesfälle in der Placebogruppe, 411 Todesfälle in der Bucindolol-Gruppe, p = 0,13).
Somit konnte nach Ansicht der Autoren bei dieser heterogenen Patientengruppe kein Vorteil einer b-Blocker-Therapie im Hinblick auf die Gesamtmortalität verzeichnet werden. acc
The Beta-Blocker Evaluation of Survival Trial Investigators: A trial of the beta-blocker Bucinolol in patients with advanced chronic heart failure. N Eng J Med 2001; 344: 1659–1667.

Dr. Eichorn, Cardiac Catheterization Laboratory (IIIA2), University of Texas Southwestern and Dallas Veterans Affairs Medical Center, 4500 S. Lancaster, Dallas, TX 75216, USA.

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema