ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/2002Muskelkater: Elektrolytmangel als Auslöser
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LNSLNS Neben den beobachteten Sarkomereinrissen, sind Elektrolytverschiebungen in der Muskelzelle die Auslöser von Muskelkater. Bei Ausdauerbelastung, etwa beim Bergsteigen, gehen mit den beträchtlichen Schweißmengen auch größere Mengen an lebenswichtigen Elektrolyten wie Kalium und Magnesium verloren.
Werden diese bevorzugt in der Zelle vorhandenen Mineralstoffe nicht rechtzeitig und ausreichend mit gezieltem Trinken wieder zugeführt, dann werden sie durch Calcium aus dem Knochen ersetzt: die Muskelzelle leidet dann unter Calciumüberladung mit erhöhter Kontraktilität und ungenügender Erschlaffung. Dies macht sich bemerkbar durch Leistungsabfall, Zittern und Zuckungen in einzelnen Muskeln, Waden- und Zehenkrämpfen, als Muskelschwäche mit „schweren Beinen“ oder muskulären Koordinationsstörungen. Leider sind unter den zahlreichen Elektrolytersatzgetränken im Handel nur wenige für Ausdauerbelastung geeignet. Selbst ein sehr bekanntes isotonisches Getränk enthält zu wenig Elektrolyte, dafür reichlich Glucose.
Sportler, die einer hohen und langandauernden körperlichen Belastung ausgesetzt sind, und die dementsprechend eine hohe Schweißproduktion aufweisen, können leicht die Probe aufs Exempel machen: Wird ausreichend getrunken, dann ist ein Muskelkater ein eher seltenes Ereignis.

Dr. med. Armin Schroll
Buchauerstraße 3
81479 München

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