ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/2002Muskelkater: Einfluss von Acetylsalicylsäure

MEDIZIN: Diskussion

Muskelkater: Einfluss von Acetylsalicylsäure

Dtsch Arztebl 2002; 99(28-29): A-1983 / B-1678 / C-1491

Sportwiss.; Raschka, Christoph

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LNSLNS Der Artikel gibt einen Überblick über das aktuelle Muselkaterkonzept. Erwähnt werden sollte aber auch die Beeinflussbarkeit von Muskelkater durch Acetylsalicylsäure (ASS), der im Laufe der Jahre mehrere Untersucher nachgingen.
So analysierten beispielsweise in einer placebokontrollierten Studie mit 20 jungen Frauen Francis et al. (1987) die Auswirkung von 4 3 648 mg ASS/d auf die Entwicklung von Muskelkaterschmerzen, Beweglichkeitseinschränkung des beteiligten Gelenks sowie die Maximalkraft. Während nach 24 Stunden keine Unterschiede der Beschwerden auftraten, wies nach 48 Stunden die ASS-Gruppe 25 Prozent (p < 0,05) weniger Schmerzen durch Muskelkater auf als die Kontrollgruppe. Die Beweglichkeitseinschränkung lag sogar zu beiden Untersuchungszeitpunkten bei Gabe von ASS um 50 Prozent niedriger, während sich bezüglich der Maximalkraftreduktion keine Verbesserung durch ASS ergab. Schmerzen und Bewegungseinschränkung dürften daher im Unterschied zur Kraft auch von Arachidonsäuremetaboliten beeinflussbar sein.

Literatur
1. Francis KT , Hoobler T: Effects of aspirin on delayed muscle soreness. J Sport Med 1987; 27: 333–
337, ebenso in Physical Therapy 1986; 66 (5): 746–747.

Dr. med. Dr. rer. nat. Dr. Sportwiss.
Christoph Raschka
Institut für Sportwissenschaften
Johann Wolfgang Goethe-Universität
Ginnheimer Landstraße 39
60487 Frankfurt am Main

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