MEDIZIN: Diskussion

Muskelkater: Schlusswort

Dtsch Arztebl 2002; 99(28-29): A-1983 / B-1678 / C-1491

Böning, Dieter

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LNSLNS Für die ergänzenden Erläuterungen von Herrn Schumann bedanke ich mich. Seine tierexperimentellen Befunde (1) sind in der Tat die ersten Hinweise auf Muskelfaserschäden, wie sie später nach Marathonläufen beschrieben wurden. Ich habe sie in früheren Artikeln deshalb auch verschiedentlich zitiert.
Über Elektrolytverluste aus den Muskelfasern als Muskelkaterursache, wie von Herrn Schroll vermutet, ist mir nichts bekannt. Ein Ersatz von Kalium durch Calcium im millimolaren Ausmaß ist sicher nicht möglich, da dies zur Ausfällung von Calciumphosphat in den Zellen führt. Dass erhöhte Ca-Konzentrationen aber als Muskelkaterursache diskutiert werden, ist im Artikel beschrieben.
Die von Herrn Raschka zitierte Wirkung von Aspirin ist nicht sehr überzeugend: Eine mehrtägige hochdosierte Einnahme (2 600 mg täglich), um 25 Prozent Schmerzminderung zu erreichen, lohnt sich meines Erachtens nicht.

Literatur
1. Schumann HJ: Überlastungsnekrose der Skelettmuskulatur nach experimentellem Laufzwang. Zbl Allg Pathol 1972; 116: 181–190.

Prof. Dr. med. Dieter Böning
Institut für Sportmedizin
Universitätsklinikum Benjamin Franklin
Freie Universität Berlin
Clayallee 225
14195 Berlin

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