ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2002Depressive Störungen bei Patienten der Allgemeinmedizin: Spricht für Primärarztmodell

MEDIZIN: Diskussion

Depressive Störungen bei Patienten der Allgemeinmedizin: Spricht für Primärarztmodell

Dtsch Arztebl 2002; 99(30): A-2057 / B-1746 / C-1557

Jahn, Burkhard

zu dem Beitrag Früherkennung und therapeutische Ansätze von Priv.-Doz. Dr. med. Hermann Ebel Dr. med. Karl Beichert in Heft 3/2002
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LNSLNS In dem fachlich sehr guten Artikel von Herrn Ebel verwundert die Schelte an den Hausärzten. Der Allgemeinmediziner ist der Facharzt, der bei somatischen Beschwerden am häufigsten auch die Möglichkeit einer psychischen oder depressiven Genese in Betracht zieht. In der hausärztlichen Praxis werden täglich viele Patienten mit organischen Beschwerden gesehen, die zunächst diverse Spezialisten konsultiert haben und bei denen oft eine aufwendige, teure, sich zum Teil wiederholende Diagnostik durchgeführt wurde und die im ungünstigsten Falle, bevor der Hausarzt sie sieht, sogar schon voroperiert worden sind – natürlich ohne dass eine Besserung des Beschwerdebildes eingetreten ist. Der Hausarzt ist in aller Regel der Erste, der die Möglichkeit einer Psychosomatose in Betracht zieht.
Das Thema depressive Störungen ist wieder ein gutes Beispiel dafür, dass nur in einem Primärarztmodell der Patient effektiv betreut wird. Dass das Primärarztmodell dabei auch noch hilft – überflüssige – Kosten zu sparen sei hier nur am Rande erwähnt.

Dr. med. Burkhard Jahn
Müller-Thaden-Weg 4 D
26419 Schortens

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