ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2002Risikoarme Herzkatheter

VARIA: Technik

Risikoarme Herzkatheter

Dtsch Arztebl 2002; 99(30): A-2067 / B-1750 / C-1646

Marx, Catrin

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Ein multifunktionaler Herzkatheter, den zwei deutsche Ärzte erfunden und gemeinsam mit der Fraunhofer-Technologie-Entwicklungsgruppe TEG weiterentwickelt haben, besitzt zwei Arbeitskanäle und einen Ballon an seinem Ende. In Tierversuchen seien seine Funktionen bereits erfolgreich nachgewiesen worden, beschreibt Armin Grab vom TEG die wesentlichen Unterschiede. „Den Ballon platzieren die Ärzte in der Hauptschlagader knapp oberhalb des Herzens“, so Grab. „Dort kann er bis zur Größe einer Pflaume mit Helium aufgeblasen werden, wobei der Gasdruck vom EKG im Takt des Herzens eingestellt wird. Ein Vorteil ist, dass diese variable Barriere die Aorta nur dann verschließt, wenn die Herzklappe ebenfalls geschlossen ist.“ Nur in diesen Momenten fließt Kontrastmittel durch den zweiten Kanal des Katheters mit dem Blut in die sich erweiternden Herzkranzgefäße. Beide Koronararterien werden gleichzeitig im Röntgenbild sichtbar. Auch wenn kleinere Gefäße noch nicht so gut dargestellt werden können wie mit der bisherigen Methode, so ist auch der TEG-Ingenieur sicher, dass sich der Ballonkatheter wegen seiner Vorteile durchsetzen wird: „Gerade bei Patienten, die bereits Bypässe erhalten haben, erleichtert er dem Arzt die Diagnose erheblich. Denn alle Kranzgefäße werden sichtbar, ohne dass in jedes einzelne Kontrastmittel injiziert werden muss.“ Nun suchen die Entwickler nach Industriepartnern.
Weitere Informationen: Dipl.-Ing. Armin Grab, Fraunhofer-Technologie-Entwicklungsgruppe TEG, Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart. et
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema