ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2002Vorrang niedergelassener Ärzte: Keine Ermächtigung für Konsiliartätigkeit

VARIA: Rechtsreport

Vorrang niedergelassener Ärzte: Keine Ermächtigung für Konsiliartätigkeit

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LNSLNS Das Bundessozialgericht hat erneut betont, dass die Versorgung durch niedergelassene Vertragsärzte Vorrang gegenüber der durch ermächtigte Krankenhausärzte hat. Danach bezieht sich dieser Vorrang auch auf die konsiliarische Tätigkeit: Nicht nur die eigenverantwortliche ambulante Behandlung, sondern auch die beratende Unterstützung eines anderen Vertragsarztes bei dessen Behandlung obliegt in erster Linie entsprechend weitergebildeten, qualifizierten Vertragsärzten.
Angesichts des hohen Grades der Spezifizierung ärztlicher Tätigkeit könne davon ausgegangen werden, dass im Regelfall auch frei praktizierende Ärzte für die Diagnose und Therapie seltener Krankheiten oder schwieriger und komplexer Krankheitsbilder und damit für eine entsprechende Konsiliartätigkeit zur Verfügung stehen. Im zu entscheidenden Fall ging es um Demenzkranke.
Das Bundessozialgericht folgte nicht der Argumentation, der Krankenhausarzt halte in der Klinik ein bestimmtes Versorgungsangebot vor, das von Patienten und deren Angehörigen gewünscht werde, um die kontinuierliche Beratung auch in ortsnahen vernetzten Strukturen zu ermöglichen.
Entscheidend sei, inwieweit bei den vor Ort niedergelassenen Nervenärzten Defizite zu verzeichnen seien. Diese allein könnten die Ermächtigung eines Krankenhausarztes rechtfertigen. (Bundessozialgericht, Urteil vom 27. Juni 2001, Az.: B 6 KA 39/00 R) Be
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