ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2002Union Kranken: Mobile EKG-Überwachung

VARIA: Wirtschaft - Versicherungen

Union Kranken: Mobile EKG-Überwachung

rco

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LNSLNS Für die Union Kran­ken­ver­siche­rung (UKV) verlief das Geschäftsjahr 2001 „noch recht zufriedenstellend“, sagte Vorstandsvorsitzender Robert Baresel bei der Bilanzpressekonferenz in Saarbrücken.
Große Kopfschmerzen bereitet der UKV die Entwicklung der Arzneimittel. Sie stiegen im letzten Jahr um 21 Prozent an. Deshalb richtet die UKV ein besonderes Augenmerk auf den Medikamentenbezug via Internet. Nach Meinung der Versicherung stellen Internetapotheken insbesondere für chronisch Kranke eine Kosten sparende Alternative dar. „Deshalb haben wir bereits einige Erfolg versprechende Prüfungen durchgeführt“, erläuterte Vorstandsmitglied Wolfgang Reif. Dabei hätte es bei Testkäufen bei der holländischen Internetapotheke DocMorris keine Beanstandungen gegeben. Man hätte Preiseinsparungen von zwölf Prozent erzielen können. Auch sei bei der zeitlichen Komponente kein Grund vorhanden gewesen, sich zu beklagen.
Als erste private Kran­ken­ver­siche­rung bietet die UKV für ihre Versicherten, die an einer Herzerkrankung leiden, seit 1999 den Service der mobilen EKG-Überwachung an. Im Rahmen dieses Projektes erhielten Patienten ein mobiles EKG-Gerät (Kardiophon), mit dem sie bei akuten Herzproblemen zu jeder Tages- und Nachtzeit selbst ein aussagefähiges EKG erstellen können. Die aktuellen Messwerte sendet der Patient via Telefon umgehend an ein Notfall-Center. Im Ernstfall kann so eine sofortige Notfallbehandlung eingeleitet werden. Da auch der Hausarzt in das Projekt mit eingebunden und laufend über die Veränderungen des Gesundheitszustands des Patienten informiert ist, sei die Maßnahme „eine wertvolle Ergänzung zur hausärztlichen Versorgung“, war Reif überzeugt. Die Telemedizin werde in Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Für die Erkennung und Behandlung einer Krankheit Daten aus Alltagssituationen zu erhalten sei eine deutliche Verbesserung der ärztlichen Versorgung. „Mit den Erfahrungen aus dem Kardiophon-Projekt sehen wir uns für die Herausforderungen gerüstet“, sagte Reif. rco
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