ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2002Gallereflux und Barrettösophagus

MEDIZIN: Referiert

Gallereflux und Barrettösophagus

Dtsch Arztebl 2002; 99(31-32): A-2125 / B-1802 / C-1697

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LNSLNS Die Zylinderzellmetaplasie der Speiseröhre (Barrettösophagus) gilt als „Ausheilungsstadium“ einer langjährigen erosiven Refluxösophagitis. Nicht selten verschwinden mit der Ausbildung eines Barrettösophagus die Refluxsymptome; pH-Messungen haben gezeigt, dass bei vielen Patienten zum Zeitpunkt der Diagnosestellung ein alkalischer Reflux nachweisbar ist.
Die Autoren führten bei Patienten mit Barrettösophagus und florider Refluxösophagitis histologische Untersuchungen durch, wobei auch nach Helicobacter pylori gefahndet wurde.
Als Kontrolle dienten Helicobacter-pylori-negative Patienten mit funktioneller Dyspepsie. Die entnommenen Antrumbiopsien wurden blind evaluiert hinsichtlich eines Refluxgastritis-Scores beziehungsweise eines Gallereflux-Indexes. Patienten mit einem Barrettösophagus wiesen häufiger eine Typ-C-Gastritis auf als Patienten mit unkomplizierter Refluxkrankheit oder funktioneller Dyspepsie.
Die Autoren spekulieren, ob Galle im Refluat die Entwicklung einer spezialisierten intestinalen Metaplasie auszulösen vermag oder gar die Entwicklung eines Adenokarzinoms der Speiseröhre induziert. w

Dixon M F, Neville P M, Mapstone N P et al.: Bile reflux gastritis and Barret’s oesophagus: further evidence of a role for duodenogastro-oesophageal reflux? Gut 2001; 49: 359–363.

Prof. M. F. Dixon, Academic Unit of Pathology, Algernon Firth Building, University of Leeds, Leeds LS2 9 JT, Großbritannien, E-Mail: miked@pathology.leeds.ac.uk

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