ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2002Umwelt/Gesundheit: Mehr Transparenz

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Umwelt/Gesundheit: Mehr Transparenz

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Foto: BMU/Oed
Foto: BMU/Oed
Risikokommission verlangt besseres Management.
Die im Rahmen des Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit eingesetzte Risikokommission des Bundes legte ihren ersten Bericht vor. Darin unterbreitet sie Vorschläge zum besseren Management von Umwelt- und Gesundheitsrisiken. Bisher erfolge die Standardsetzung wenig transparent. Mit dem vor drei Jahren gestarteten Aktionsprogramm wollen Bundesgesundheits- und Bundesumweltministerium neue Wege aufzeigen, um Gesundheitsrisiken aus der Umwelt besser begegnen zu können.
Die Kommission schlägt unter anderem ein verbindliches Handlungsgerüst für Politik und Verwaltung vor, mit dem alle Fälle, von der PCB-Belastung in Innenräumen bis zur Handystrahlung, einheitlich bearbeitet werden können. Weiter soll ein Frühwarnsystem eingerichtet werden. Die wissenschaftliche Risikoabschätzung solle transparent gestaltet und auch für Laien verständlich formuliert werden. Risikokommunikation sollte ein eigenständiges Arbeitsfeld in der Verwaltung werden. Die Vernetzung der unterschiedlichen Verfahren zu Risikoabschätzung und -management kann nach Ansicht der Kommission durch einen interdisziplinären Risikorat und einen Bund-Länder-Regulierungsausschuss erreicht werden. Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt und Bundesumweltminister Jürgen Trittin unterstützen die Forderung nach mehr Transparenz und die verstärkte Einbeziehung der Bürger. Die Kurzfassung des Berichts ist unter www. apug.de abrufbar.
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