ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2002Früherkennung: Krebshilfe kritisiert Ärzte

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Früherkennung: Krebshilfe kritisiert Ärzte

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LNSLNS Schipanski fordert konzertierte Aktion gegen Krebs.
Die Deutsche Krebshilfe wirft Ärzten mangelnde Aufklärung über Krebs-Vorsorgeuntersuchungen vor. „Viele Ärzte nehmen die Früherkennung nicht ernst“, kritisierte Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, bei der Jahrespressekonferenz ihrer Organisation in Berlin. Im vergangenen Jahr seien 350 000 Menschen in Deutschland neu mit der Diagnose Krebs konfrontiert worden. Vielen hätte geholfen werden können, wenn Tumorerkrankungen früher erkannt worden wären, so Schipanski.
Der Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, Gerd Nettekoven, verwies darauf, dass die Krebsfrüherkennung zu wenig genutzt werde. Die Zahlen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung seien alarmierend. Danach gehen in Deutschland nur 18 Prozent der Männer ab 45 Jahren zur Krebsfrüherkennung. Bei den Frauen ab 20 Jahren liegt die Beteiligung bei 48 Prozent.
Schipanski appellierte an die Hausärzte, Patienten die Angst vor Früherkennungsuntersuchungen zu nehmen. Gerade die so genannten Massentumoren wie Haut-, Darm-, Brust- und Prostatakrebs könnten früh erkannt werden. Sie sprach sich für eine konzertierte Aktion aller Beteiligten des Gesundheitswesens im Kampf gegen Krebs aus. Auch das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium müsse politische Überzeugungsarbeit leisten.
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