ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2002Sachversicherung: Einbrecher haben es auf Drogen abgesehen

Versicherungen

Sachversicherung: Einbrecher haben es auf Drogen abgesehen

Combach, Rolf

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Eine Versicherung gegen Diebstahl, Feuer- oder Betriebsunterbrechung ist für den Arzt notwendig.

Auch in den Praxisräumen eines Arztes kann ein Wasserrohr platzen. Teure Röntgengeräte, Medikamente und die Einrichtung werden nass oder zumindest feucht. Die Praxis muss dann vorübergehend geschlossen werden, die Sprechstunden finden zeitweilig in behelfsmäßigen Räumen statt. Glück im Unglück, wenn der Arzt für die Praxis eine Sachversicherung abgeschlossen hatte und gegen Feuer, Einbruchdiebstahl, Leitungswasser und Sturmschäden mit Einschluss der Betriebsunterbrechungsversicherung versichert ist.
Vorausschauend sollte er für den „Fall des Falles“ seine Patientenkartei an sicherer Stelle deponieren, damit die Unterlagen vor Diebstahl oder Feuer sicher sind. Immer wieder brechen zum Beispiel Drogenabhängige in Arztpraxen ein, um an ein Medikament oder ein Rezept zu gelangen. Oftmals wird dabei auch die Praxis verwüstet.
Schon ein kleinerer Brandschaden kann eine längere Schließung der Praxis erzwingen. Durch den Abschluss einer Betriebsunterbrechungsversicherung überträgt der Arzt das Risiko dem Versicherer. Im Schadenfall übernimmt der Versicherer die Kosten für den entgangenen Gewinn und die Praxiskosten (einschließlich Gehälter der Angestellten) bis zu einer Haftzeit von zwölf Monaten.
Fallen Telefonanlage, Computer und andere stromgebundene Anlagen durch einen Kurzschluss in der Praxis oder im Krankenhaus aus, kann es zum Chaos kommen. Der Schaden wird zwar oft schnell behoben, doch wer trägt die Kosten für die Instandsetzung? Dafür gibt es die Schwachstromanlagenversicherung. Sie leistet für alle Schäden an dieser Anlage, die zum Beispiel auf Fahrlässigkeit, unsachgemäße Handhabung, Einbruchdiebstahl, Kurzschluss, höhere Gewalt (zum Beispiel Sturm oder Frost) zurückzuführen sind – ferner für alle Brand-, Explosions- und Wasserschäden, zum Beispiel wenn ein Röntgengerät funktionsunfähig wird, weil Regenwasser in das durch Sturm beschädigte Gebäude eingedrungen war. Rolf Combach
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema