ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2002Leseranalyse: Reichweite 73,6 Prozent

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Leseranalyse: Reichweite 73,6 Prozent

Dtsch Arztebl 2002; 99(33): A-2137 / B-1813 / C-1705

Jachertz, Norbert

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LNSLNS Mit einer aufwendigen Untersuchung werden alljährlich Ärztinnen und Ärzte repräsentativ danach gefragt, wie sie ihre Fachzeitschriften nutzen. In diesem Jahr wurden 1 029 Hausärzte (niedergelassene Allgemeinärzte und Internisten) interviewt. 17 Fachblätter stellten sich dem Urteil der Leser. Daneben lief eine Befragung ausgewählter Fachgruppen, bei der neben den niedergelassenen Ärzten auch leitende Krankenhausärzte einbezogen wurden. Diese Befragung erfolgte schriftlich.
Am sorgfältigsten und aufwendigsten erforscht wird somit die Einschätzung der niedergelassenen Allgemeinärzte und Internisten. Das liegt daran, dass die Leserschaftsuntersuchung (LA-MED) in erster Linie mit Blick auf Anzeigen der Pharmaindustrie durchgeführt wird und die niedergelassenen Allgemeinärzte und Internisten als „Hauptverschreiber“ die bevorzugte Zielgruppe sind. Deshalb sind in die schriftliche Befragung auch nur die Chef- und Oberärzte, die hier als „Therapieentscheider“ gelten, einbezogen. Die Redaktion des Deutschen Ärzteblattes sähe es selbstverständlich gerne, wenn daneben sämtliche Arztgruppen und Krankenhausärzte regelmäßig befragt würden.
Wie auch immer – die alljährliche LA-MED gibt einen guten Eindruck, wie eine Zeitschrift ankommt, und ist deshalb auch bei allen Redaktionen ein mit Spannung erwartetes Ereignis.
Das Deutsche Ärzteblatt hat seine Spitzenposition nicht nur behaupten, sondern noch einmal ausbauen können. Die Reichweite bei den niedergelassenen Allgemeinärzten und Internisten stieg auf durchschnittlich 73,6 Prozent der Leser pro Ausgabe, im Vorjahr lag sie bei 70,4 und im Jahr 2000 bei 68,5 Prozent.
Zum Vergleich: In der Reichweite folgt Medical Tribune mit 59,8 Prozent (plus 3,6 Prozent). Die Monatszeitschrift „Arzt und Wirtschaft“ erreicht 57,2 Prozent (plus 3,6 Prozent) und die Tageszeitung „Ärzte-Zeitung“ 40,8 Prozent (plus 0,6 Prozent).
Wohlverstanden, alle genannten Reichweiten beziehen sich auf die Gruppe der Hausärzte. Zusätzlich wurden in diesem Jahr fünf Spezialistengruppen befragt. Hier standen die jeweiligen Spezialzeitschriften zur Beurteilung an, dazu bei allen Spezialistengruppen auch das Deutsche Ärzteblatt. Die Reichweiten gegenüber den Hausärzten wurden bei diesen Gruppen noch übertroffen, zum Teil erheblich. Das liegt allerdings auch an der unterschiedlichen Methodik: Schriftliche Befragungen fördern meist höhere Zahlen zutage. Insgesamt wird jedoch die hohe Reichweite des DÄ gerade auch bei den Spezialisten mehr als bestätigt.
Interessant sind einmal mehr die Auskünfte der Chef- und Oberärzte. So hat das Deutsche Ärzteblatt bei den leitenden Internisten am Krankenhaus eine Reichweite von 89,7 Prozent, bei den betreffenden Orthopäden 86,9 Prozent oder bei den Neurologen/Psychiatern 87,8 Prozent, bei den leitenden HNO-Ärzten genau 80 und schließlich den
Urologen 88,2 Prozent. Die DÄ-Reichweiten rücken an die der Spezialzeitschriften der jeweiligen Fachgruppe heran oder übertreffen sie sogar.
Gibt es Unterschiede nach Altersgruppen? Ja, erhebliche. Nur ein Beispiel: Bei den Hausärzten erreicht das Deutsche Ärzteblatt seine höchste Reichweite (78,7 Prozent) bei der Altersgruppe bis 39 Jahre, während Medical Tribune die höchste Reichweite mit 66,9 Prozent in der Altersgruppe 60 Jahre und älter erzielt, ähnlich die Ärzte-Zeitung, sie kommt in dieser Altersgruppe auf 46,4 Prozent, in der Altersgruppe bis 39 Jahre hingegen auf 30,9 Prozent.
Altersunterschiede machen sich erwartungsgemäß auch bei der Frage nach der Internet-Nutzung bemerkbar, einem Nebengleis der Leseranalyse. Mehrmals pro Woche oder gar täglich nutzen im Durchschnitt 40,6 Prozent der Allgemeinärzte und Internisten das Internet. Die eifrigsten sind mit 61,5 Prozent die Ärztinnen und Ärzte bis 39 Jahre, die Gruppe ab 60 ist vom Internet nicht mehr so angetan, 62 Prozent von ihnen nutzen das Internet nie, knapp 20 Prozent immerhin mehrmals pro Woche bis täglich.
Eine hohe Reichweite, erst recht Reichweitengewinne auf ohnehin schon hohem Niveau sind für eine Redaktion nicht bloß Anlass zur Freude. Die guten Ergebnisse beflügeln zwar, setzen aber auch unter Leistungsdruck. Die Redaktion fühlt sich unvermindert den Bedürfnissen und Ansprüchen ihrer Leser verpflichtet und setzt alles daran, diesen weiterhin gerecht zu werden. Norbert Jachertz
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Avatar #539999
klausenwächter
am Samstag, 22. Februar 2014, 07:43

Ungenügende Daten

Prozentzahlen ohne absolute Streumaße.

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