ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2002Kampagne: Pflaster für ein neues Image

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Kampagne: Pflaster für ein neues Image

Dtsch Arztebl 2002; 99(33): A-2140 / B-1816 / C-1708

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Fototermin zum Start der Imagekampagne am 31. Juli in Berlin: der Erste und der Zweite Vorsitzende der KBV, Dr. Manfred Richter-Reichhelm (r.) und Dr. Leonhard Hansen, umgeben von so genannten Sandwich-Men (obwohl auf der Abbildung überwiegend Frauen zu sehen sind) Foto: KBV
Fototermin zum Start der Imagekampagne am 31. Juli in Berlin: der Erste und der Zweite Vorsitzende der KBV, Dr. Manfred Richter-Reichhelm (r.) und Dr. Leonhard Hansen, umgeben von so genannten Sandwich-Men (obwohl auf der Abbildung überwiegend Frauen zu sehen sind) Foto: KBV
Kassenärztliche Vereinigungen wollen die Öffentlichkeit über ihre Rolle informieren.
Pink gepflastert war der Gendarmenmarkt zum Start der Imagekampagne der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) in Berlin (siehe DÄ, Heft 28/29/2002). Pflasterträger, so genannte Sandwich-Men, informierten Passanten über Aufgaben und Leistungen der KVen. Nach einer Untersuchung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), können 80 Prozent der Deutschen mit den Kürzeln KV und KBV nichts anfangen. Häufig führe die Abkürzung „KV“ zu Verwechslungen mit einer Krankenkasse.
Obwohl die Initiative zunächst nur den Bekanntheitsgrad der KVen verbessern soll, erfüllt sie nach Einschätzung des KBV-Vorsitzenden, Dr. med. Manfred Richter-Reichhelm, auch eine politische Funktion: „Nur wer die KVen kennt, weiß um ihre politische Notwendigkeit.“ Schließlich hätten 82 Prozent der von der KBV Befragten angegeben, dass die freie Arztwahl, qualifizierte Ärzte sowie die 24-Stunden-Verfügbarkeit zu den wichtigsten Kriterien für eine gute ärztliche Versorgung gehörten. Dafür ständen die Kassenärztlichen Vereinigungen. Deshalb kämen englische, aber auch niederländische Patienten nach Deutschland, um ihre Wartelisten zu umgehen. Schon der „kleine medizinische Grenzverkehr“ in Europa verdeutliche den qualitativen Unterschied.
Die Imagekampagne ist auf mehrere Jahre ausgerichtet. Für dieses Jahr sind Anzeigen in großen Publikumstiteln vorgesehen. Die Kosten betragen im Jahr 2002 rund 2,1 Millionen Euro. Das umstrittene Motiv eines Mädchens, das im Vorfeld der Aktion Proteste ausgelöst hatte, wird zunächst nicht für die bundesweite Imagekampagne genutzt. Kinderschützer befürchteten, das Bild könne sexuelle Assoziationen wecken.
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