ArchivDeutsches Ärzteblatt6/1996Das Buch der sieben Pforten

SPEKTRUM: Bücher

Das Buch der sieben Pforten

Namur, Yves

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LNSLNS Roman
Einstieg zur Selbstfindung
Yves Namur: Das Buch der sieben Pforten. Aus dem Französischen übersetzt von Gisela Febel, Verlag Jutta Legueil, Stuttgart, 1995, 120 Seiten, kartoniert, 36 DM
Der im französischsprechenden Raum schon vielfach preisgekrönte Autor, Arzt in Châtelineau (Belgien), wird in deutscher Übersetzung erstmals vorgestellt.
Es wäre ein Unding, diese Sammlung lyrischer Gedichte in einer "inhaltlichen" Zusammenfassung vorzustellen – in der Form einer Buchbesprechung schon gar nicht, weil der Dichter seinem eigenen Sentiment nachgeht und den Leser zu dessen ganz persönlicher Antwort herausfordert. Er bietet "sieben Pforten" als Einstieg zur Selbstfindung an, und dem entspricht das Eingangsmotto: "Der Blick ist nicht schon Wissen, er ist die Pforte. Sehen heißt eine Pforte öffnen." Durch sie hindurchgehen muß man schon selbst.
Diesem Leitmotiv hat der Verlag durch die Gestaltung des Druckbildes in exzellenter Weise entsprochen. Die Buchseiten sind sinnentsprechend gegliedert, enthalten oft nur wenige Zeilen: Pausenzeichen zum Innehalten, zur Prüfung und zur Suche nach einer persönlichen Antwort auf die in den Versen implizierte Anfrage.
Die Übersetzung wird der Poesie von Yves Namur in ausgezeichneter Weise gerecht. Die zwei beigefügten Zeichnungen wird man auch nicht unbedacht überblättern.
Rudolf Clade,
Bad Neuenahr

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