ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2002Wissenschaft: Mehr Bürokratie

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Wissenschaft: Mehr Bürokratie

Dtsch Arztebl 2002; 99(33): A-2177 / B-1848 / C-1740

Ochmann, Albert

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LNSLNS Die warnenden Worte von Dr. Feld, auch wenn sie ein Schreckensbild vor Augen führen, sind gerechtfertigt. Die Gesetzesschusterei, die auf Illusionen beruht und von (vermeintlichen) Halbgenies in Gang gebracht wird, ergibt am Ende – außer mehr Schulden – eine Zunahme der ohnehin schon geschwollenen Bürokratie. Wieder einmal soll eine Reform angekurbelt werden, bei der zu befürchten ist, sie wird eine Deform werden. Auf dem Wege zur absoluten Vollkommenheit begeben wir uns in die totale Unzulänglichkeit. Doch selbst wenn es gelingt, Juniorenprofessoren zu züchten, die bereits mit 26 oder gar mit 24 Jahren ihr Amt antreten, wie es eine namhafte Ministerin empfiehlt, fehlt diesen die nötige Erfahrung. (Politiker sind hierüber erhaben, wie man weiß.) Außerdem gilt für Wissenschaftler: Viele sind berufen, aber wenige auserwählt.
Im Lande der Professörchen beziehungsweise der begrenzten Möglichkeiten und der begrenzten Arbeitszeiten wird scheinbar alles so lange besser, bis dieses Land mit seinem Staat und seinem Volk nicht mehr existiert. Doch über solche Erwägungen sind ja bekanntlich Gewerkschaftsbosse, doch auch Cockpitpiloten, erhaben; warum nicht auch Wissenschaftler und Ärzte?
Einen Trost mag es geben: Wissenschaft kann auch außerhalb von Hochschulen betrieben werden.
Dr. med. Albert Ochmann, Fürbringerstraße 18, 26721 Emden
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