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LNSLNS Krankenhausgeschichte
Immer schon die gleichen Probleme
Alfons Labisch, Reinhard Spree (Hg.): Krankenhaus-Report 19. Jahrhundert. Krankenhausträger, Krankenhausfinanzierung, Krankenhauspatienten. Campus Verlag, Frankfurt, New York, 2001, 470 Seiten, kartoniert, 45 €
Was eine finanzwirtschaftlich orientierte Medizingeschichte leisten kann, beweist ein Aufsatzband, der nicht nur jedem Medizinhistoriker, sondern auch jedem im Krankenhauswesen Tätigen zur Lektüre empfohlen werden kann, da die grundsätzlichen Probleme die gleichen geblieben sind, wenngleich sich das Verständnis der Funktionen des Krankenhauses in den letzten Jahrhunderten grundlegend geändert hat. Das moderne Krankenhaus ist heute keine primär für Arme bestimmte Institution mehr, sondern versorgt alle Schichten der Bevölkerung. Das ist vor allem der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung zu verdanken, die seit dem Ende des 19. Jahrhunderts der arbeitenden Bevölkerung den Kranken­haus­auf­enthalt ermöglichte.
Die hier vorgelegten Fallstudien zur Entwicklung der sozialen Struktur der Patienten in einem Krankenhaus moderner Prägung seit dem frühen 19. Jahrhundert arbeiten die enge Verflechtung zwischen sozial- und arbeitsmarktpolitischer Ausrichtung kommunaler Gesundheitsfürsorge einerseits und der Auswirkung unterschiedlicher Kran­ken­ver­siche­rungsmodelle andererseits auf die Zusammensetzung der Patientenschaft heraus. Dabei wird wieder einmal deutlich, dass bereits in der Vergangenheit das Finanzierungssystem die Lebenswelt der Patienten im Krankenhaus entscheidend prägte. Robert Jütte
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