ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2002T(11;18)-positive MALT-Lymphome sprechen nicht auf Helicobacter-pylori-Therapie an

MEDIZIN: Referiert

T(11;18)-positive MALT-Lymphome sprechen nicht auf Helicobacter-pylori-Therapie an

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LNSLNS Als Reaktion auf eine Gastritis, die durch Helicobacter-pylori hervorgerufen wurde, entwickeln sich im Laufe der Jahre Lymphfollikel, die in einem von 65 000 Fällen zu einem MALT-Lymphom weiter fortschreiten können.
Zumindest im Frühstadium der Erkrankung, wenn das Tumorwachstum noch auf Mukosa und Submukosa beschränkt ist, bildet sich dieses
Non-Hodgkin-Lymphom nach einer Sanierung der Helicobacter-pylori-Infektion in 75 Prozent der Fälle zurück. Diese Regression nimmt wenige Wochen bis 18 Monate in Anspruch. Die Autoren gingen der Frage nach, warum nicht alle MALT-Lymphome auf die Beseitigung des Antigen-Stimulus reagieren. Dabei zeigte sich, dass t(11;18)(q21;q21)-positive MALT- Lymphome sich als therapieresistent erwiesen.
Die Bestimmung dieser Translokation mittels reverser Transkription-Polymerase-Kettenreaktion am AP12-MALT1-Transkript erlaubt es, die von dieser Krankheit betroffenen Patienten als voraussichtliche Therapieversager zu identifizieren und einer gezielten Operation beziehungsweise Radio-Chemotherapie zuzuführen. w

Liu H, Ye H, DU M-Q, et al.: T(11;18) Is a marker for all stage gastric malt-lymphomas that will not respond to H. pylori eradication. Gastroenterology 2002; 122: 1286–94.

Dr. Ming-Qing Du, Department of Histopathology, Royal Free and University College Medical School. University College London, Rockefeller Building. University Street, London WCIE 6U, Großbritannien. E-Mail: m.du@ucl.ac.uk

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