ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2002Das Transplantationsgesetz
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LNSLNS Das im Jahr 1997 in Kraft getretene Transplantationsgesetz (TPG) bildet die gesetzliche Grundlage für die Spende, Entnahme und Übertragung von Organen für Deutschland. Es stellte die bereits seit langem vorher gängige Transplantationspraxis in Deutschland auf eine eindeutige rechtliche Grundlage. Danach können nicht nur der potenzielle Organspender, sondern auch seine Angehörigen in eine Explantation einwilligen (erweiterte Zustimmungslösung). Organe können nur dann entnommen werden, wenn „der Tod nach Regeln, die dem Stand der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft entsprechen, festgestellt ist“. Über diese Regeln hat die Bundesärztekammer Richtlinien erlassen. Darin ist unter anderem das Verfahren beschrieben, mit dessen Hilfe der „endgültige, nicht behebbare Ausfall der Gesamtfunktion des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms“ festgestellt wird (DÄ, Heft 30/1998). Die Bundesärztekammer hat außerdem weitere Richtlinien erlassen, die bundesweit einheitliche Maßstäbe für die Organtransplantation schaffen. Das gilt zum Beispiel für die Kriterien, anhand derer entschieden wird, ob ein Patient auf die Warteliste kommt. Die Deutsche Stiftung Organspende wurde mit der Funktion einer bundesweiten Koordinierungsstelle beauftragt. Zu ihren Aufgaben gehört es, die Entnahme von Organen und deren Übertragung in Zusammenarbeit mit den Transplantationszentren und den anderen Krankenhäusern zu koordinieren. Mit der konkreten Vermittlung der nach dem Transplantationsgesetz vermittlungspflichtigen Organe wurde die in Leiden (Niederlande) ansässige Stiftung Eurotransplant beauftragt. Das TPG enthält außerdem unter anderem auch Bestimmungen zur Lebendspende und ein Verbot des Organhandels. Kli
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