ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2002Chefärzte: Desolate Situation

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Chefärzte: Desolate Situation

Dtsch Arztebl 2002; 99(34-35): A-2248 / B-1916 / C-1799

Debertshäuser, Detlev

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LNSLNS Vielen Dank für diesen Artikel, der die schon seit Jahren zunehmend desolate Situation für medizinische Führungskräfte in deutschen Krankenhäusern widerspiegelt. Qualifikation ist schon lange nicht mehr gefragt: Wer die ersten Hürden („Mitglied in einer christlichen Kirche“ oder „Habilitation erwünscht“) genommen hat, erhält einen Chefarztvertrag, der einem selten mehr Einkommen beschert als einem leitenden Oberarzt eines Hauses der Maximalversorgung. Nicht nur die medizinisch-fachliche, sondern vor allem die wirtschaftliche und juristische Verantwortung sind aber ungleich höher. Gleichzeitig wimmelt das Vertragswerk von Vorschriften und Anweisungen, die den individuellen und innovativen Spielraum auf null reduzieren, eine fruchtbare Team-Arbeit ist so schon gar nicht mehr möglich.
Die deutschen Krankenhausträger haben es längst geschafft, nicht nur den Berufsanfängern, sondern auch den hoch qualifizierten Medizinern die Arbeit im Krankenhaus zu verleiden und sie zu „ewigen“ Oberärzten zu machen, die häufig mehr Rechte als junge Chefärzte haben – oder sie in die freie Wirtschaft zu verdrängen!
Ich würde mich freuen, wenn meine Meinung, die vor allem auf eigenen Erfahrungen beruht, in einer der nächsten Ausgaben abgedruckt wird, da ich denke, dass es vielen anderen ähnlich ergangen ist.
Dr. med. Detlev Debertshäuser, Wilhelmstraße 93, 63071 Offenbach
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