ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2002Vorgehen bei resezierbarem Rektumkarzinom

MEDIZIN: Referiert

Vorgehen bei resezierbarem Rektumkarzinom

Dtsch Arztebl 2002; 99(34-35): A-2251 / B-1919 / C-1802

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LNSLNS Eine standardisierte mesorektale Totalexzision zusammen mit einer kurzzeitigen präoperativen Stahlentherapie verringert bei Patienten mit Rektumkarzinom das Risiko für ein lokales Rezidiv.
Frühere Studien zeigten bereits, dass die hohe Inzidenz von Lokalrezidiven (15 bis 45 Prozent) nach der herkömmlichen Operationsmethode durch präoperative Bestrahlung gesenkt werden konnte. Eine niederländische Forschergruppe verbesserte nun durch die Einführung einer standardisierten mesorektalen Totalexzision die Operationsqualität und untersuchte randomisiert an 1 805 Patienten mit Rektumkarzinom die Rezidivraten nach einer Kombination aus Strahlentherapie und Totalexzision sowie nach einer Totalexzision allein: Nach zwei Jahren betrug die Gesamtüberlebensrate in der Gruppe der strahlentherapierten und operierten Patienten 82,0 Prozent und 81,8 Prozent nach alleiniger Operation. Von den Patienten aus der Kombinationsgruppe hatten 2,4 Prozent in diesem Zeitraum ein Lokalrezidiv entwickelt – verglichen mit 8,2 Prozent in der Operationsgruppe. Insgesamt konnten die Rezidivraten deutlich gesenkt werden – ein Ergebnis, das, gemäß den Autoren, auch als Erfolg der standardisierten Operationsmethode zu werten ist. goa

Kapiteijn E et al.: Preoperative radiotherapy combined with total mesorectal excision for resectable rectal cancer. N Engl J Med 2001; 345: 638–646.

Ellen Kapiteijn, Department of Surgery, Leiden University Medical Center, Leiden, Niederlande.

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