VARIA: Personalien

Gestorben

Dtsch Arztebl 2002; 99(34-35): A-2272 / B-1940 / C-1824

EB

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LNSLNS Prof. Dr. med. Bernd Landsleitner starb am 7. Mai im Alter von 60 Jahren in Bad Neustadt/Saale.
Von 1973 bis 1991 war Landsleitner an der Chirurgischen Universitätsklinik in Erlangen tätig. Bereits frühzeitig entdeckte er sein Interesse für die Handchirurgie und war ab 1975 als Assistenzarzt, ab 1983 als Oberarzt und Vertreter des Leiters der Abteilung für Hand- und Plastische Chirurgie, Prof. Dr. med. Jürgen Geldmacher, tätig. Am 16. August 1975 führte er eine der ersten Replantationen in Deutschland erfolgreich durch. 1976 absolvierte er einen sechsmonatigen Studienaufenthalt bei Bernard McCarthy O’Brien und Earl Owen, den Pionieren der Mikrochirurgie, in Australien. Danach war er Leiter des Replantationsteams der Universität Erlangen-Nürnberg. 1983 habilitierte er sich mit der Arbeit „Klinische Replantationschirurgie-Tierexperimentelle Untersuchungen über mikrovaskuläre Interponate“, für die er im gleichen Jahr den Johann-Nepomuk-von-Nussbaum-Preis der Vereinigung der Bayerischen Chirurgen e.V. erhielt. 1989 wurde er zum Professor ernannt. Seit 1992 war er als Chefarzt der neu gegründeten Klinik für Handchirurgie, Abteilung 2, der Rhön-Klinikum AG in Bad Neustadt/Saale tätig. Er hatte maßgeblichen Anteil an der erfolgreichen Entwicklung der Klinik. Sein Hauptinteresse galt der Replantationschirurgie sowie in den letzten Jahren vor allem der operativen Behandlung der Dupuytrenschen Kontraktur.
Prof. Dr. med. Wolfgang Becker, Nuklearmediziner, seit 1995 Inhaber eines C-4-Lehrstuhls für Nuklearmedizin an der Universität Göttingen,
starb am 18. Mai im Alter von 49 Jahren.
Becker, der aus Bad Winzheim/Mittelfranken, stammte, studierte Humanmedizin an der Universität Würzburg; Staatsexamen 1978; 1979 Promotion zum Dr. med. mit der Arbeit „Immunfluoreszenz bei Pemphigus vulgaris und Pemphigoid“. Seine Assistenzarztzeit verbrachte er am Institut für Pathologie der Universität Würzburg. 1987 habilitierte er sich mit einer Arbeit zur Leukozyten- und Entzündungsszintigraphie. 1988 folgte er einem Ruf auf die C-3-Professur für Nuklearmedizin an der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin an der Universität Erlangen-Nürnberg unter der Leitung von Prof. Dr. med. Friedrich Wolf. Becker gelangen zahlreiche bahnbrechende Entdeckungen zur nuklearmedizinischen Entzündungsdiagnostik, die er in einer Reihe viel beachteter und wegweisender Arbeiten publizierte. Er hat mehr als 150 Originalarbeiten veröffentlicht, mehr als 100 Überblick- und Review-Artikel und eine Vielzahl von Buchkapiteln. Er hielt zahlreiche engagierte Vorträge und Vorlesungen.

Dr. med. Herbert Eisert, langjähriger Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Vinzenz-Klinik in Bad Ditzenbach, starb am 18. Juli im Alter von 84 Jahren.
1952 kam Eisert als Chefarzt an die Kurklinik der Barmherzigen Schwestern. Davor war er als Oberarzt am Kreiskrankenhaus Schorndorf/Baden-Württemberg tätig. Medizin studierte er von 1937 bis 1943 an den Universitäten in Tübingen, Innsbruck, Freiburg und in Berlin. Während des Zweiten Weltkrieges war er Sanitätsoffizier und geriet bis 1946 in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Unter der ärztlichen Leitung Eiserts entwickelte sich das ehemalige Sanatorium zu einer modernen Vorsorge- und Rehabilitationsklinik. In Würdigung seiner Verdienste um die Vinzenz-Klinik erhielt Dr. Eisert 1988 den päpstlichen Silvester-Orden. EB
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