ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2002zu Aktien: Ungeliebt zu Unrecht

VARIA: Schlusspunkt

zu Aktien: Ungeliebt zu Unrecht

Dtsch Arztebl 2002; 99(34-35): [92]

Rombach, Reinhold

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LNSLNS Gibt es am Aktienmarkt eventuell noch unentdeckte Perlen, mit denen es sich die nächsten Monate nicht nur wohlfeil überleben lässt, sondern die auf Sicht von ein, zwei Jahren auch noch angenehme Gewinne versprechen? Das fragen sich immer mehr Anleger, die selbst mit großen deutschen Aktien Schlimmes erlebten.
Nun ist das mit unentdeckten Schätzen so eine Sache. Entweder sind sie so gut verbuddelt, dass ihnen keiner auf die Spur kommt, oder sie werden zu Recht nicht aufgespürt, weil es sich eigentlich gar nicht lohnt, die etwa kolportierte Story vom wertvollen Schnäppchen zu glauben. Hierzu zähle ich besonders Aktien, denen ein hoher Immobilienbesitz (IVG, WCM) zugeschrieben wird, von denen der kluge Anleger aber mangels Transparenz tunlichst die Finger lassen sollte.
Nun glaube ich aber durchaus, dass mit einigen der großen DAX-30-Werte, Geduld vorausgesetzt, auch wieder ordentliche Gewinne erzielt werden können (Allianz, Lufthansa, Bayer, Münchener Rück). Aber auf der Suche nach vorerwähnten Perlen lässt sich durchaus in der so genannten zweiten Reihe schürfen, bei Werten aus dem
M-DAX etwa gibt es für meinen Geschmack etliche Titel, die doch das Zeug zu größeren Gewinnen haben.
Hierzu zählt meines Erachtens SGL Carbon (WKN 723530). Beim Hersteller von Graphitelektroden und Keramik-Bremsbelägen deutet sich eine klare Verbesserung des Geschäfts an. Der aktuelle Halbjahresbericht sowie die neuesten Quartalszahlen signalisieren eine vergleichsweise günstige Tourn-around-Situation.
Trotz eines schwachen wirtschaftlichen Umfelds konnte das Unternehmen den Konzernumsatz im zweiten Quartal um 6 Prozent auf 277 Millionen Euro steigern. Besser noch fällt aber die Verbesserung beim Profit aus. Das Konzern-Betriebsergebnis stieg um mehr als 6 Millionen Euro auf 7 Millionen Euro. Insgesamt fällt auf der Habenseite erst recht die deutliche Reduzierung der Schulden auf, die bislang auf den Aktienkurs drückten.
Auch bei Gildemeister (WKN 587800) sehe ich Licht am Horizont. Der Maschinenbauer leidet zwar kräftig unter der Nachfrageschwäche bei Investitionsgütern. Allerdings ist auch hier wohl das Ende der Fahnenstange erreicht, wie steigende Auftragseingänge vermuten lassen.
In beiden Fallen wie natürlich auch bei allen anderen Wertpapierorders gilt, dass ein kluger Anleger seine Käufe streng limitiert.
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