ArchivDeutsches Ärzteblatt36/2002Unfallkrankenhaus Berlin: Modernität und Menschlichkeit

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Unfallkrankenhaus Berlin: Modernität und Menschlichkeit

Dtsch Arztebl 2002; 99(36): A-2281 / B-1949 / C-1833

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LNSLNS Klinik in Marzahn besteht seit fünf Jahren.
Die 143. Runde wurde Alex Zanardi zum Verhängnis. Vor einem Jahr verlor der Rennfahrer bei einem Unfall beide Beine. Dass Zanardi den Unfall überlebte, verdankt er den Ärzten des Unfallkrankenhauses Berlin (UKB), das kürzlich sein fünfjähriges Jubiläum feierte. Zanardi kam als Ehrengast zur Festveranstaltung in Berlin-Marzahn. Besonders die gute Atmosphäre im UKB habe ihm die Kraft gegeben weiterzuleben, sagte der Rennfahrer, der mit Hilfe von Prothesen wieder laufen lernte.
Das UKB öffnete 1997 in gemeinsamer Trägerschaft des Landes Berlin und des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften seine Pforten. Es zählt zu den modernsten Einrichtungen seiner Art. Ebenso wichtig wie die technische Ausstattung sei aber auch das Engagement der Beschäftigten, sagte Prof. Dr. med. Axel Ekkernkamp, Geschäftsführer des Trägervereins und Ärztlicher Direktor.
Ein Diskussionsforum anlässlich des Jubiläums beschäftigte sich mit dem Thema „Großschaden oder Katastrophe? Versorgungskonzepte in Deutschland 2002“. „Für die Beurteilung der Reaktionen auf die Flutwelle ist es zu früh“, sagte Ekkernkamp. Die bisherigen Zahlen belegten, dass beispielsweise das Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt 400 Patienten nach Hause entlassen konnte, die dortige Uniklinik sogar 700. Für Ekkernkamp sind dies Indizien dafür, wie im Massenanfall Kapazitäten geschaffen werden können. Es würden noch immer zu viele Betten vorgehalten, die Verweildauer sei im internationalen Vergleich erschreckend hoch. Die Auslastung der Krankenhäuser liege bei 86 bis 88 Prozent. Das UKB habe dagegen 2001 die 95-Prozent-Marke überschritten. Die antiquierte Vorhaltung von Reserven mit ungezielter Krankenhauszuordnung sei durch Flexibilität, eine Primärversorgung auf hohem Niveau und einen gezielten Transport ersetzt worden.
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