ArchivDeutsches Ärzteblatt36/2002Vier Jahre Rot-Grün: Zahnärzte ziehen negative Bilanz

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Vier Jahre Rot-Grün: Zahnärzte ziehen negative Bilanz

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Rolf-Jürgen Löffler: „Langfristige, kostenintensive Investitionen können zu existenzbedrohenden Harakiri- Unternehmungen werden. Foto: KZBV
Rolf-Jürgen Löffler: „Langfristige, kostenintensive Investitionen können zu existenzbedrohenden Harakiri- Unternehmungen werden. Foto: KZBV
Dr. Rolf-Jürgen Löffler kritisiert besonders die zunehmende Bürokratie.
Der Vorsitzende der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), Dr. med. dent. Rolf-Jürgen Löffler, hat die Gesundheitspolitik der vergangenen vier Jahre kritisiert und für die Zahnärzte eine negative Bilanz gezogen. Er nannte unter anderem den „kostenvernichtenden und überbordenden Bürokratismus“ als wesentliche Ursache für die Finanzmisere der Gesetzlichen Krankenversicherung. Für die zahnärztlichen Praxen werde es immer schwieriger, betriebswirtschaftliche Planungen vorzunehmen, weil sich im fast zweijährigen Rhythmus die gesetzlichen Grundlagen so änderten, dass langfristige, kostenintensive Investitionen zu existenzbedrohenden Harakiri-Unternehmungen werden könnten, sagte der KZBV-Vorsitzende in Berlin. Im selben Maß, wie der Standard in den Praxen sinke, müsse sich auch die Qualität der Behandlung entwickeln.
Löffler bekräftigte seine Forderung nach mehr Transparenz und weniger Überwachungsbürokratie im Gesundheitswesen. Die freie Arztwahl müsse den Patienten erhalten bleiben. Für eine Reform nach den Bundestagswahlen fordert die KZBV, im Bereich der zahnmedizinischen Versorgung befundorientierte Festzuschüsse einzuführen.
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