ArchivDeutsches Ärzteblatt36/2002Abtreibung: Zur Diskussion

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Abtreibung: Zur Diskussion

Dtsch Arztebl 2002; 99(36): A-2326 / B-1987 / C-1869

Lerp, Elisabeth; Schwester Damiana

Erfahrungen mit der Schwangerschaftsvorsorge:
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LNSLNS In unserer Schwesternschaft herrscht gerade Betroffenheit über die Erlebnisse einer ausländischen schwangeren Frau, bei der eine Ultraschalluntersuchung im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge beim Kind die Diagnose eines Anenzephalus ergab.
Der Frau wurde daraufhin gesagt, man wolle die Geburt einleiten. Dieser Ausdruck ist für die Mutter als Ausländerin völlig unverständlich und selbst für Deutsche verschleiernd, da es sich ja um eine Abtreibung handelt. Als die Mutter dies begriff, wehrte sie sich gegen den Eingriff und steht nun bei jeder Vorsorge gegen die Meinungen inzwischen mehrerer konsultierter Ärzte. Alle Ärzte raten zum Schwangerschaftsabbruch, unter anderem mit der Begründung, dass es die Mutter doch so viel leichter haben könnte, wenn sie das Kind nicht austragen würde. Die Frau geht gemeinsam mit ihrem Mann tapfer ihren Weg und sagt „ich bin doch nicht der Herr über Leben und Tod“ – und zum Arzt gewandt „und Sie doch auch nicht“. Eine Gruppe von uns Schwestern begleitet die Familie im Gebet. Es ist aber auch unser Wunsch, dass die Familie gerade in unserem Land noch andere Erfahrungen mit Ärzten machen darf.
Dr. med. Elisabeth Lerp, Schwester Damiana, Evangelische Marienschwesternschaft, Heidelberger Landstraße 107, 64297 Darmstadt
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