ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2002Volkswagen Phaeton: Zuwachs in der Oberklasse

VARIA: Auto und Verkehr

Volkswagen Phaeton: Zuwachs in der Oberklasse

Dtsch Arztebl 2002; 99(37): A-2436 / B-2079 / C-1843

Seidel, Marc

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Der Volkswagen-Konzern setzt mit dem Phaeton auf gute Absatzchancen in Käuferschichten mit einem Hang zum Understatement, die gleichwohl ein Auto der Spitzenklasse fahren wollen. Werkfotos
Der Volkswagen-Konzern setzt mit dem Phaeton auf gute Absatzchancen in Käuferschichten mit einem Hang zum Understatement, die gleichwohl ein Auto der Spitzenklasse fahren wollen. Werkfotos
VW greift nach den Sternen. Der Phaeton rangiert bei allen Merkmalen – auch beim Preis – in der Oberklasse. Rund 20 000 Stück will die Volkswagen AG pro Jahr verkaufen.

Bisher hatten Audi, BMW und Mercedes die Verkaufszahlen der automobilen Ober- und Spitzenklasse fest in ihrer Hand. Jetzt drängt mit Macht ein vierter Kandidat auf den automobilen Olymp: Mit dem Phaeton will auch Volkswagen dabei sein und beweisen, dass auch (und gerade) der größte europäische Automobilkonzern mit dem Stammsitz in Wolfsburg hochwertige Oberklassen-Limousinen bauen kann.
Gut fünf Meter lang, ein Meter neunzig breit, ein Meter fünfundvierzig hoch und mindestens 241 PS stark: Das sind die technischen Daten des Phaeton. Sowohl die Maße als auch der Antrieb unterstreichen den Anspruch des neuen Flaggschiffs mit dem VW-Emblem im Kühler.
Hoch und breit, antriebsstark und im Lauf ruhig: Das allein reicht nicht, um den Anforderungen an die absolute Oberklasse gerecht zu werden. Doch der Phaeton bringt alles mit, was man von einem solchen Auto erwarten kann. Die Luftfederung sorgt für einen optimalen Federkomfort, ESP, Bremsassistent, acht Airbags und aktive Kopfstützen vorne sorgen für optimale Sicherheit.
Das Raumangebot vorne und hinten entspricht voll den Erwartungen, und 500 Liter Kofferraumvolumen bieten genügend Platz fürs Reisegepäck. Auch die Serienausstattung ist standesgemäß: elektrische Fensterheber vorne und hinten, Geschwindigkeitsregelanlage, Holzausstattung in „Eukalyptus“, automatisch abblendende Innenspiegel, Leichtmetallräder, Zentralverriegelung, Diebstahlwarnanlage, Sitzheizung und viele andere Details sind hier selbstverständlich.
Ganz besonderes Augenmerk legt VW auf die neue 4-Zonen-Klimaanlage, bei der sowohl vorne als auch hinten rechts und links jeweils die Temperatur individuell ein-gestellt werden kann. Ist die gewünschte Temperatur erreicht, verspricht Volkswagen eine nahezu zugfreie Luftzufuhr.
Der Phaeton kann sowohl als Fünfsitzer als auch als Viersitzer geordert werden. Wem die 177 kW/241 PS starke „Einstiegsvariante“ nicht genug Kraftreserven mitbringt, kann auch einen Zwölfzylinder-Motor wählen. Dieser leistet 309 kW/420 PS, hat Allradantrieb und treibt den Preis von 56 200 auf 98 600 Euro hoch.
Aber nicht nur der Preis, auch der Benzinverbrauch ist beim stärkeren Antrieb deutlich höher. Kommt der 177 kW starke Sechszylinder nach Angaben des Herstellers noch mit 11,4 Litern auf 100 Kilometern aus, sind es beim „großen Bruder“ schon 15,6 Liter Super.
Ab Herbst 2002 bietet Volkswagen dann außerdem einen 10-Zylinder-Diesel an. Dieser Motor, den VW stolz als „weltweit stärksten PKW-Diesel“ bezeichnet, holt aus fünf Litern Hubraum 230 kW/ 313 PS Leistung und soll im Durchschnitt trotzdem nicht mehr als rund zehn Liter Diesel verbrauchen.
Großzügiger Innenraum und Holzausstattung in Eukalyptus
Großzügiger Innenraum und Holzausstattung in Eukalyptus
Anzeige
Zehn Prozent Marktanteil in der Oberklasse will sich Volkswagen mit dem Phaeton sichern. Das entspricht 20 000 verkauften Fahrzeugen im Jahr. Zwar hört sich diese angestrebte Stückzahl nicht besonders viel an, aber gemessen an den üblichen Verkaufszahlen in der Oberklasse wäre dies eine durchaus gute Platzierung.
In der Werbung für den Phaeton setzt VW übrigens auf die Botschaft: Erfahrung steht für Kompetenz. Erfahrung im Automobilbau ist tatsächlich ein großer Pluspunkt der Wolfsburger Marke, allerdings weniger in der Spitzenklasse. Dennoch dürfte der Phaeton gute Chancen am Markt haben, denn das rundum luxuriöse und extrem leistungsstarke Fahrzeug dürfte dem Wunsch bestimmter Käuferschichten nach einem gewissen Understatement entgegenkommen. Wie teuer das Flaggschiff tatsächlich ist, steht ja nicht drauf. Marc Seidel


Honda – hat offenbar zufriedene Kunden. Nach einer Umfrage der Fachzeitschrift auto motor & sport belegt die Marke bei der Zufriedenheit den ersten Platz unter allen Automobilherstellern. Danach gaben 96 Prozent der Honda-Kunden ihrem Fahrzeug gute Noten. Das sind elf Prozent mehr als bei einer Vergleichsumfrage im Vorjahr.

Peugeot – führt im ersten Quartal 2002 die Rangliste der Neuzulassungen auf dem deutschen Cabriotmarkt an. Der französische Hersteller konnte mit 5 163 Neuzulassungen einen Marktanteil von 15,5 Prozent mit dem Peugeot 206 CC erreichen. Der Peugeot 206 CC ist das einzige Importfahrzeug, das bereits nach den ersten drei Monaten auf Platz eins in einer Fahrzeugklasse liegt. Alle anderen Segmente sehen deutsche Hersteller vorne. EB

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema