ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2002Darmkrebs-Vorsorge: Ab 1. Oktober zahlt die Kasse

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Darmkrebs-Vorsorge: Ab 1. Oktober zahlt die Kasse

Dtsch Arztebl 2002; 99(38): A-2446 / B-2091 / C-1850

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Für präventive Koloskopie gelten strenge Vorschriften. Foto: Superbild
Für präventive Koloskopie gelten strenge Vorschriften.
Foto: Superbild
Richtlinien zur Qualitätssicherung vorgelegt
Ab 1. Oktober zahlen die gesetzlichen Krankenkassen für Versicherte ab dem 56. Lebensjahr zwei Koloskopien im Abstand von zehn Jahren. Wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mitteilt, haben sich Kassen und Ärzte auf Qualitätsrichtlinien für die präventive Koloskopie geeinigt. Danach müssen Ärzte 200 Koloskopien und 50 Polypektomien durchgeführt haben, bevor sie die Leistung mit den Kassen abrechnen können. Sie müssen weiterhin regelmäßig mindestens 200 Darmspiegelungen und zehn Polypektomien im Jahr vornehmen. Ihre Praxis muss auf Notfälle im Zusammenhang mit dem Eingriff vorbereitet sein und Hygiene-Maßstäbe erfüllen, die an Richtlinien des Robert Koch- und des Pettenkofer-Instituts angelehnt sind. Nach Angaben der KBV wird die präventive Koloskopie außerhalb des Budgets vergütet. Zudem werde die Honorarsumme, die pro Quartal für diese Leistung zur Verfügung stehe, im vierten Quartal 2002 um 0,05 Prozent erhöht. Im ersten Quartal 2003 folge eine Erhöhung um 0,1 Prozent. „Wir sind erleichtert, dass eine medizinisch sinnvolle Leistung nicht den Druck durch die noch bestehenden Praxisbudgets erhöht“, betonte der KBV-Vorsitzende, Dr. med. Manfred Richter-Reichhelm.
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