ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2002Meningokokken-Vakzination: Nicht nur für Mekka-Reisen

POLITIK: Medizinreport

Meningokokken-Vakzination: Nicht nur für Mekka-Reisen

Dtsch Arztebl 2002; 99(38): A-2461 / B-2103 / C-1969

EB

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LNSLNS Überarbeitete Empfehlungen der Ständigen Impfkommission

Durch Meningokokken verursachte Epidemien sind bisher ausschließlich durch die Serogruppen A, B und C verursacht worden. Die größten Epidemien – meist durch Erreger der Serogruppe A bedingt – werden aus dem Meningitisgürtel Afrikas berichtet. In industriell entwickelten Ländern sind Meningokokken der Serogruppen B und C für mehr als 90 Prozent aller Erkrankungen verantwortlich. Etwa 40 Prozent der Meningokokken-Erkrankungen in Deutschland betreffen die Altersgruppe der unter Vierjährigen, ein zweiter kleinerer Gipfel die 15- bis 19-Jährigen. Die Einschleppung von Meningokokken-Erkrankungen im Gefolge von Mekka-Pilgerreisen in den Jahren 2000 und 2001 hat die Prävention bei Auslandsreisen akzentuiert. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat daher ihre Empfehlungen zum Impfschutz aktualisiert. Eine allgemeine Impfung wird unter Berücksichtigung einer stabilen Inzidenz von
1/100 000 sowie einem geringen Anteil von 20 Prozent impfpräventablen Meningokokken-C-Erkrankungen gegenwärtig nicht empfohlen, erweitert sind jedoch die gesundheitlich und expositionell bedingten Indikationen. EB

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