ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2002Schulungskonzepte: Es gibt zahlreiche Asthmatrainer
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LNSLNS Der Beitrag führt zu einer falschen Einschätzung der Versorgungssituation kindlicher Asthmapatienten. Die dargelegten Zahlen stammen überwiegend aus dem Erwachsenenbereich und werden kommentarlos auf Kinder übertragen. Dabei stehen den genannten jährlich 6 000 Todesfällen bei Erwachsenen 11 Todesfälle bei Kindern im Jahr 1999 gegenüber (Statistisches Bundesamt). Soweit Kinder von Pädiatern betreut werden, sind die Empfehlungen der Gesellschaft für Pädiatrische
Pneumologie akzeptiert
und weitgehend umgesetzte Grundlagen der Therapie.
Den Autoren ist offensichtlich entgangen, dass Asthmaschulungskonzepte wie das Luftikursmodell in der Pädiatrie schon lange und in vielen Gegenden flächendeckend etabliert sind. Darüber hinaus ist deren Wirksamkeit sorgfältig und umfangreich evaluiert. Bei der Trainerausbildung über die Asthmaakademien und bei der Kursdurchführung wird eine strenge Qualitätskontrolle durchgeführt. Die Zahl der geschulten kindlichen Asthmatiker und deren Eltern dürfte allein im ambulanten Bereich mehrere Tausend betragen.
Zahlreiche Kinderärzte und Angehörige anderer Berufsgruppen sind geschulte Asthmatrainer. Diese hatten bislang oft keine Möglichkeit, ihre Kompetenz umzusetzen, da ihr Engagement oftmals an den zähen Verhandlungen mit den Krankenkassen über die Kostenübernahme scheiterte. Im Rahmen des DMP Asthma könnte auf diese Ressource unverzüglich zugegriffen werden.
Dr. med. Martin Bolay,
Geiststraße 38, 48151 Münster
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