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Die Denkmale in Berlin

Dtsch Arztebl 2002; 99(38): A-2472 / B-2114 / C-1979

Lukas Verlag

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Denkmale in Berlin
Unbekannte Schätze
Die Denkmale in Berlin. Bezirk Marzahn, Ortsteil Biesdorf, Friedrichsfelde Ost und Marzahn. Lukas Verlag, 2000, 224 Seiten, 24 Farb- und 127 Schwarz-Weiß-Abbildungen, 16,90 €
Die Denkmale in Berlin. Bezirk Marzahn-Hellersdorf, Ortsteil Kaulsdorf, Mahlsdorf und Hellersdorf. Lukas Verlag, 2002, 304 Seiten, 75 Farb- und 191 Schwarz-Weiß-Abbildungen, 16,90 €
Wer Marzahn hört, denkt an Tausende von Wohnungen in Plattenbauten und an soziale Brennpunkte. Doch ganz abgesehen davon, dass sich selbst in den Plattenbausiedlungen inzwischen Positives tut – der Bezirk am östlichen Rande von Berlin weist, wie die beiden Bände dokumentieren, markante Beispiele des neuen Bauens auf, etwa Siedlungen von Bruno Taut aus den Zwanzigerjahren, dazu bemerkenswerte Zweckbauten der Wende vom 19. ins 20. Jahrhundert. Ein hervorragendes Beispiel dieser Art ist die ehemalige Heil- und Pflegeanstalt für Epileptische Wuhlgarten, das heutige Wilhelm-Griesinger-Krankenhaus im Bezirk Marzahn (Band I). Es handelt sich um eine fast originalgetreu erhaltene, denkmalpflegerisch geschickt begleitete Anlage in Pavillonstil, gebaut im ortsüblichen Backstein. Die Anstalt war nahezu autark, Kirche eingeschlossen, umgeben von einer weitläufigen Park- und Gartenanlage.
Im Band II wird das bemerkenswerte Schicksal eines Kruzifixus von Hans Perathoner in Kaulsdorf rekonstruiert (Jens Rieser). Dieser Kruzifixus war 1930 ursprünglich für eine katholische Pfarrkirche, die der neuen Sachlichkeit verpflichtet war, aber auch expressionistische Anklänge aufweist, vorgesehen; er musste auf höhere Intervention entfernt werden, wurde lange im Verborgenen zwischengelagert und hängt heute als Leihgabe in einer evangelischen Kirche. Der Korpus ist verstörend. Christus wird dargestellt, wie man ihn sonst nicht kennt – expressiv verzeichnet, fast wie ein Gnom. Sonntägliche Kirchenbesucher mag er gestört haben, doch er lässt den Betrachter nicht mehr los. Norbert Jachertz
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