ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2002Medikamentöse Therapie bei akuten Koronarsyndromen

BÜCHER

Medikamentöse Therapie bei akuten Koronarsyndromen

Dtsch Arztebl 2002; 99(38): A-2473 / B-2115 / C-1980

Gulba, Dietrich C.

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LNSLNS Klaus Funke (Hrsg.): Kasuistiken in der Diabetologie. UNI-MED Science, UNI-MED Verlag, Bremen u. a., 2002, 176 Seiten, 28 Abbildungen, Hardcover, 44,80 €
Dietrich C. Gulba (Hrsg.): Medikamentöse Therapie bei akuten Koronarsyndromen. UNI-MED Science, UNI-MED Verlag, Bremen u. a., 2002, 96 Seiten, 24 Abbildungen, Hardcover, 44,80 €
Bei 4,5 Millionen Diabetikern in Deutschland sollte jeder Arzt mit der Diagnose und Therapie der Zuckerkrankheit vertraut sein. Auch sollte man meinen, dass die medikamentöse Therapie des akuten Koronarsyndroms bei 250 000 Neuerkrankungen pro Jahr zum Alltag jedes Mediziners gehört. In Wirklichkeit bringt die Spezialisierung es aber mit sich, dass viele Ärzte nur peripher oder in Einzelaspekten mit den beiden wichtigen Erkrankungen in Berührung kommen. Mit der Zeit entsteht dann das Bedürfnis, sich einmal grundlegend, aber praxisnah mit den Erkrankungen zu beschäftigen, zumal sich deren Therapien in den letzten Jahren deutlich gewandelt haben.
In der Diabetologie hat sich die intensivierte Insulintherapie durchgesetzt. Beim akuten Koronarsyndrom gibt es eine „spannende“ Konkurrenz zwischen medikamentösen, interventionistischen und operativen Therapien.
Viele Ärzte dürften deshalb von der Lektüre der beiden Bücher profitieren, wobei der Band zum Thema Diabetes gelungener ist. Denn hier wird anhand von 15 Kasuistiken das ganze Spektrum der Diabetologie ausgebreitet. In jedem Kapitel leitet eine kurze Krankengeschichte ein Thema ein, das dann anhand von „Kontrollfragen“ vertieft wird.
Nach einer Bewertung der Kasuistik liefert der Autor noch Hintergrundmaterial. Es werden die wichtigsten grundlegenden Fortschritte, etwa zur intensivierten Therapie und zum Problemkreis des Metabolischen Syndroms, erörtert. Die wichtigsten Studien der vergangenen Jahre, wie der Diabetes Control and Complication Trial oder die United Kingdom Prospective Diabetes Study werden ausführlich referiert. Darüber hinaus werden soziale Aspekte behandelt, wie etwa Berufswahl, Zivildienst, Diskriminierung der Diabetiker oder das „Empowerment“ der Patienten, die heute besser über Erkrankung informiert sind oder sein möchten.
Die Kapitel sind in sich abgeschlossen und nicht zu lang. Damit ergibt sich die Möglichkeit, sie bei Bedarf schnell durchzuarbeiten. AiPler dürften nach dem Durcharbeiten „fit“ für den Diabetes sein.
Der Band zum akuten Koronarsyndrom greift ebenfalls die wichtigsten Themen auf, von der entzündlichen Ätiologie bis zur Frage, wann konservativ und wann interventionell therapiert werden sollte. Doch die Artikel haben in der Regel die Form von Übersichtsarbeiten, wie man sie in ähnlicher Form auch in Fachzeitschriften findet. Möglicherweise ist die Dynamik in der Kardiologie derzeit einfach zu hoch, um eine didaktische Durchdringung des Themas zu ermöglichen. Rüdiger Meyer
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