ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2002Pirfenidone zur Behandlung der primär sklerosierenden Cholangitis ungeeignet

MEDIZIN: Referiert

Pirfenidone zur Behandlung der primär sklerosierenden Cholangitis ungeeignet

Dtsch Arztebl 2002; 99(38): A-2488 / B-2125 / C-1990

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LNSLNS Der Versuch, Pirfenidone, ein Pyridonmolekül mit antifibrotischer Wirkung bei der primär biliären Zirrhose (PSC) therapeutisch einzusetzen, ist fehlgeschlagen. 24 Patienten mit PSC erhielten in einer Pilotstudie 2 400 mg Pirfenidone pro Tag über ein Jahr. Eine Besserung der Leberparameter, des Entzündungsgrades, der Fibrose oder der cholangiographischen Befunde ließ sich nach einem Jahr nicht feststellen, hingegen entwickelten 20 von 24 Patienten (83 Prozent) unerwünschte Wirkungen, die kurz nach Absetzen der Therapie wieder verschwanden. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass aufgrund dieser Pilotstudie weitere klinische Studien mit Pirfenidone bei Patienten mit primär sklerosierender Cholangitis nicht mehr sinnvoll erscheinen. w

Angulo P, MacCarty RL, Lindor KD et al.: Pirfenidone in the treatment of primary sclerosing cholangitis. Dig Dis Sci 2002; 47: 157–161.

Dr. Keith D. Lindor, Mayo Clinic and Foundation, Division of Gastroenterology and Hepatology, 200 First Street SW, Rochester, MN 55905, USA

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