ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2002Punktwert bei Psychotherapeuten: Starker Mengenanstieg ist mit zu verantworten

VARIA: Rechtsreport

Punktwert bei Psychotherapeuten: Starker Mengenanstieg ist mit zu verantworten

Dtsch Arztebl 2002; 99(38): A-2504 / B-2136 / C-2000

BE

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LNSLNS Das Bundessozialgericht hat nochmals seine Urteile zur Vergütung psychotherapeutischer Leistungen (Rechtsreport, DÄ, Heft 34–35/1999) bekräftigt. Danach haben die ausschließlich psychotherapeutisch tätigen Vertragsärzte und die an der vertragsärztlichen Versorgung im Delegationsverfahren teilnehmenden Psychologen nach den bis Ende 1998 geltenden gesetzlichen Vorschriften einen Anspruch auf Honorierung der zeitgebundenen und genehmigungsbedürftigen Leistungen nach Abschnitt G IV EBM-Ä mit einem Punktwert von zehn Pfennig. Die Stützungsverpflichtung der Kassenärztlichen Vereinigung erfasse aber nur die zeitgebundenen Leistungen der „großen“ Psychotherapie. Die anamnestischen und probatorischen Sitzungen sind nicht einzubeziehen.
Das gilt, obwohl die Zahl der probatorischen Sitzungen nach Nr. 870 EBM-Ä den Psychotherapie-Richtlinien des Bundes­aus­schusses der Ärzte und Krankenkassen zufolge auf fünf beziehungsweise acht bei Psychoanalyse beschränkt ist. Entscheidend sei, dass ein Psychotherapeut theoretisch bei all seinen Patienten nach eigener Indikation Anamneseerhebungen und probatorische Sitzungen durchführen und abrechnen kann. Damit sei er in derselben Lage wie die Mehrzahl der Vertragsärzte, die den Umfang der für notwendig und wirtschaftlich gehaltenen Behandlungen im Wesentlichen selbst steuern könnten. Das rechtfertige es, Psychotherapeuten insoweit an den Folgen eines starken Mengenanstiegs von Leistungen teilnehmen zu lassen. (Bundessozialgericht, Urteil vom 12. September 2001, Az.: B 6 KA 58/00 R) Be
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