ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2002Mitteilungen: Zum Beschluss der 77. Sitzung des Bewertungsausschusses (schriftliche Beschlussfassung) und zur Bundesempfehlung zur Finanzierung der Neueinführung der Früherkennungsuntersuchungen auf kolorektales Karzinom

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung

Mitteilungen: Zum Beschluss der 77. Sitzung des Bewertungsausschusses (schriftliche Beschlussfassung) und zur Bundesempfehlung zur Finanzierung der Neueinführung der Früherkennungsuntersuchungen auf kolorektales Karzinom

Dtsch Arztebl 2002; 99(38): A-2508 / B-2140 / C-2004

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LNSLNS Der Bewertungsausschuss hat in seiner 77. Sitzung (schriftliche Beschlussfassung) Ergänzungen und Änderungen des EBM und eine Ergänzung des Beschlusses des Bewertungsausschusses aus der 62. Sitzung vom 16. Februar 2000 zur Trennung der Vergütungen in einen hausärztlichen und einen fachärztlichen Anteil gemäß
§ 85 Abs. 4 a SGB V beschlossen.
Der wesentliche Teil der Beschlussfassung der 77. Sitzung des Bewertungsausschusses beinhaltet die Neuaufnahme der Früherkennungsuntersuchungen auf kolorektales Karzinom unter den neuen EBM-Leistungspositionen Nrn. 154, 156, 163 und 164.
Geändert wurden auch die Berechnungsmodalitäten von Untersuchungen auf Blut im Stuhl nach Nr. 159 EBM, die künftig unabhängig von den Krebsvorsorgeuntersuchungen gemäß den geänderten Krebsfrüherkennungs-Richtlinien durchgeführt werden können.
Im Zusammenhang mit der Einführung der präventiven Koloskopie unter Nr. 156 EBM wurde der Leistungsinhalt der kurativen Koloskopie nach Nr. 764 geändert. Auch Koloskopien nach Nr. 764 können ab dem 1. Oktober 2002 nur nach Genehmigung durch die KV abgerechnet werden. Dazu muss nachgewiesen werden, dass Voraussetzungen der Qualitäts­sicherungs­ver­ein­barung zur Koloskopie erfüllt werden. Damit können totale Koloskopien ohne Genehmigung durch die KV im vierten Quartal 2002 nur nach Nr. 763 EBM abgerechnet werden. Für Ärzte, die bereits Koloskopien durchführen und abrechnen, wird eine Übergangsregelung zur Abrechnung der Leistungen nach den Nrn. 156 und 764 gelten.
Zum 1. Januar 2003 wird die Leistungsposition Nr. 763 aus dem EBM gestrichen. Die Durchführung und Abrechnung von Koloskopien kann dann nur noch unter Maßgabe der Qualitäts­sicherungs­ver­ein­barung zur Koloskopie erfolgen.
Sowohl die Änderungen der Krebsfrüherkennungs-Richtlinien mit der Aufnahme der Früherkennungsuntersuchungen auf kolorektales Karzinom als auch die Qualitäts­sicherungs­ver­ein­barung nach § 135 Abs. 2 SGB V zur Durchführung von Koloskopien werden in einer der nächsten Ausgaben des Deutschen Ärzteblattes veröffentlicht.
Der Beschluss des Bewertungsausschusses aus der 77. Sitzung gliedert sich in die Teile A bis E.
Teil A enthält den Beschluss zur Aufnahme der Früherkennungsuntersuchungen auf kolorektales Karzinom zum
1. Oktober 2002 sowie die darauf beruhenden Änderungen der kurativen Koloskopie nach Nr. 764.
Teil B enthält die Änderungen zur kurativen Koloskopie, die zum 1. Januar 2003 in Kraft treten. Diese Änderungen im Bereich der kurativen Koloskopie sollen zum 1. Januar 2003 gleichzeitig mit dem In-Kraft-Treten einer Qualitäts­sicherungs­ver­ein­barung für die gesamte kurative Koloskopie umgesetzt werden.
Teil C enthält entsprechende Ergänzungen zum Beschluss des Bewertungsausschusses zur Aufteilung der Leistungen des EBM in Leistungen der hausärztlichen und Leistungen der fachärztlichen Versorgung.
Teil D beinhaltet die im Arbeitsausschuss des Bewertungsausschusses einvernehmlich beschlossene Neuaufnahme der Leistung nach Nr. 2018 für die Abtragung von Nekrosen beim diabetischen Fuß durch qualifizierte Ärzte.
Teil E enthält die einvernehmlich im Arbeitsausschuss des Bewertungsausschusses beratene Verlängerung zum Beschluss des Bewertungsausschusses aus der 62. Sitzung vom 16. Februar 2000 zur Trennung der Vergütungen in einen hausärztlichen und einen fachärztlichen Anteil.
Nicht zur Beschlussfassung gehört die zur Information beigefügte Bundesempfehlung zur Finanzierung der Neueinführung der Früherkennungs-Koloskopie. Das Unterschriftsverfahren zu dieser Bundesempfehlung ist parallel zur Beschlussfassung der 77. Sitzung des Bewertungsausschusses eingeleitet worden.
Sowohl die Bekanntgabe der Beschlüsse der 77. Sitzung des Bewertungsausschusses als auch diejenige der Empfehlungsvereinbarung erfolgt unter dem Vorbehalt der Unterzeichnung der Beschlüsse durch alle Vertragspartner (schriftliche Beschlussfassung).
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