ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2002Hausrat: Wichtige Tipps und Empfehlungen

Versicherungen

Hausrat: Wichtige Tipps und Empfehlungen

Dtsch Arztebl 2002; 99(38): [82]

rco

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LNSLNS Bei Umzug doppelter Schutz
Eine Hausratversicherung ist wichtig, um finanziell vor den Folgen von Einbruch, Feuer oder Sturm abgesichert zu sein. Was aber geschieht mit dem Versicherungsschutz bei einem Umzug? Ein Wohnungswechsel läuft in der Regel nicht von heute auf morgen ab. So kann es vorkommen, dass man vorübergehend im Besitz von zwei Wohnungen ist. Grundsätzlich gilt: Während dieser Phase besteht Versicherungsschutz in beiden Wohnungen, sofern innerhalb Deutschlands umgezogen wird. Nach Beendigung des Umzugs, spätestens jedoch zwei Monate nach Umzugsbeginn, gilt der Versicherungsschutz dann nur noch für die neue Wohnung.
Durch den Wohnungswechsel verändern sich häufig auch die Risikoverhältnisse des Hausrats. Wer zum Beispiel in eine größere Wohnung umzieht, schafft sich meist auch mehr Gegenstände an; dann ist der Wert des Hausrats höher als die vereinbarte Versicherungssumme. Die Folge: Im Versicherungsfall erhält der Geschädigte den Schaden nur anteilig ersetzt. Wichtig ist deshalb, der Versicherung nach dem Umzug die neue Quadratmeterzahl anzugeben und die Versicherungssumme gegebenenfalls anzugleichen.

Streitfall Teppichboden
Viele Häuser, Wohnungen und sonstige Räume sind mit Teppichböden ausgelegt. Dies führt versicherungstechnisch häufig zu einem Problem: Fällt der Teppichboden unter den Schutz der Hausratversicherung des Mieters oder der Gebäudeversicherung des Vermieters?
Hierzu haben die deutschen Versicherer nun eine Empfehlung abgegeben. Danach gehören alle von einem Mieter eingebrachten Einbaumöbel und Teppichböden zur Hausratversicherung. Ist der Teppichboden lose verlegt oder nur leicht verklebt, beispielsweise nur an den Bahnrändern, fällt er auch unter die Hausratversicherung. Zur Gebäudeversicherung dagegen zählen alle vom Eigentümer eingebrachten Einbaumöbel sowie die von ihm fest verklebten Teppichböden. Auch der von einem Mieter nachträglich in einer Wohnung mit beispielsweise Linoleumboden fest verlegte Teppichboden zählt zur Hausratversicherung, sofern nicht im besonderen Fall mit dem Vermieter nachträglich etwas anderes vereinbart wurde. Dies ist nicht nur im Schadenfall, sondern auch bei der Festlegung der Hausratversicherungssumme beziehungsweise der Gebäudeversicherungssumme wichtig.

Haustüren sichern
Hausratversicherungen zahlen im Schadenfall nicht, wenn der Schaden vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt wurde. Wer bei längerer Abwesenheit die Tür nur ins Schloss fallen lässt, darf sich nicht wundern, wenn sich im Fall eines Einbruchdiebstahls die Hausratversicherung weigert, den Schaden zu ersetzen.
Voraussetzung für die Zahlung sind auch bestimmte Sicherheitsvorkehrungen. Bei Versicherungssummen bis zu 75 000 Euro verlangen die Gesellschaften zumindest ein Sicherheitsschloss an der Außentür. Für Wohnungen im Erdgeschoss sind teilweise noch abschließbare Riegel für Fenster, Balkon- und Terrassentüren sowie Rolläden mit Sperrvorrichtung vorgeschrieben. Einige Versicherungsunternehmen fordern auch eine Sicherung der Kellerfenster. Wer Sicherheitseinrichtungen nachträglich verändert, muss das der Gesellschaft auf jeden Fall schriftlich mitteilen. Dasselbe gilt, wenn die Wohnung länger als zwei Monate nicht bewohnt ist. Vom 61. Tag an wird ein Prämienzuschlag erforderlich. rco
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