ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2002Spülmaschine: Nicht aus den Augen lassen

Versicherungen

Spülmaschine: Nicht aus den Augen lassen

Dtsch Arztebl 2002; 99(38): [83]

OVB

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LNSLNS „Grobe Fahrlässigkeit“ – mit diesem Vorwurf können sich Versicherer mitunter einer Schadenregulierung entziehen. Wie schnell dies geschehen kann, zeigt ein aktuelles Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Koblenz (Az.: 10 U 1124/99): Der Versicherungsnehmer hatte früh morgens das schmutzige Geschirr der vergangenen Tage in die Spülmaschine deponiert und das Gerät gestartet. Daraufhin verließ er die Wohnung und kam erst nachmittags wieder zurück. Nach dem Öffnen der Wohnungstür traf ihn fast der Schlag. Denn nicht nur die Küche stand unter Wasser, sondern auch das halbe Wohnzimmer und der Flur. Während der Abwesenheit des Mieters war ein Schlauch der Spülmaschine geplatzt. Das Wasser hatte sich ungehindert in der Wohnung ausbreiten können.
Die Hausratversicherung lehnte die Schadenübernahme mit Hinweis auf die „grobe Fahrlässigkeit“ ihres Versicherungsnehmers ab und bekam vor dem Koblenzer OLG Recht. Grundsätzlich dürfen Haushaltsgeräte wie Spül- und Waschmaschinen höchstens drei Stunden unbeobachtet bleiben, so die Richter. Wer indes die Geräte länger vor sich hin werkeln lässt, handelt – eben – „grob fahrlässig“ und hat deshalb keinen Anspruch auf Schadenregulierung durch den Hausratversicherer. OVB
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