ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2002Drogenkonsumräume: Geringeres Sterberisiko

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Drogenkonsumräume: Geringeres Sterberisiko

Dtsch Arztebl 2002; 99(39): A-2516 / B-2148 / C-2012

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Marion Caspers-Merk beim Besuch eines Drogenhilfezentrums in Essen Foto: dpa
Marion Caspers-Merk beim Besuch eines Drogenhilfezentrums in Essen Foto: dpa
Studie wertete über zehn Jahre Drogensituation
in vier Großstädten aus.
Das Angebot von Drogenkonsumräumen hat das Sterberisiko für Drogenkonsumenten deutlich gesenkt. Dies hat eine im Auftrag des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums erstellte Studie des Zentrums für angewandte Psychologie-, Umwelt- und Sozialforschung in Bochum ergeben. Über zehn Jahre untersuchte das Zentrum die Drogensituation in Hamburg, Hannover, Frankfurt/Main und Saarbrücken. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marion Caspers-Merk, führt den Rückgang des Sterberisikos unter anderem darauf zurück, dass in den Drogenkonsumräumen eine Notfallversorgung gewährleistet ist und durch Angebote wie Spritzenaustausch gesundheitliche Risiken gesenkt werden. Das Zutrittsverbot für Erstkonsumenten und die Beschränkung des Angebots auf mehrjährig Abhängige trügen außerdem dazu bei, öffentliche Drogenszenen aus den Städten zurückzudrängen.
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