ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2002Krankenhausträger: Prämie statt Weihnachtsgeld

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Krankenhausträger: Prämie statt Weihnachtsgeld

Dtsch Arztebl 2002; 99(39): A-2516 / B-2148 / C-2012

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LNSLNS DKG will aus Bundesangestellten-Tarif aussteigen.
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) fordert einen eigenen Sparten-Tarifvertrag und will aus dem Bundesangestelltentarif (BAT) aussteigen. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände und der Verband der Krankenhausdirektoren haben sich der Forderung angeschlossen.
Die DKG will durch eine Änderung des Tarifrechts Personalkosten sparen. Danach könnten Kindergeld, Ortszuschlag und Weihnachtsgeld durch Leistungsprämien ersetzt werden. Ferner fordert die DKG eine Modifikation der automatischen Stufensteigerungen. Künftig sollten die Stufen reduziert und mit einer Leistungskomponente versehen werden. Darüber hinaus solle die Arbeitszeit flexibler geregelt und Überstunden durch Freizeit ausgeglichen werden. Gefordert wird außerdem ein „Arbeitszeitkorridor“, der Arbeit bis zu 48 Stunden pro Woche ermöglicht, ohne dass Überstundenzuschläge gezahlt werden müssen. Voraussetzung: Die zusätzliche Arbeitszeit wird innerhalb eines festgelegten Zeitraums ausgeglichen.
Der Marburger Bund erteilte den Vorschlägen eine Absage. „Statt dem Personal noch mehr Geld zu entziehen und damit den Arbeitsplatz Krankenhaus noch unattraktiver zu gestalten, müssen wir eine Weiterentwicklung des BAT anstreben, wobei das Thema Arbeitszeitregelungen im Vordergrund stehen muss“, sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer, Lutz Hammerschlag.
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