ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2002Embryonale Stammzellen: Kalifornien gibt Forschung frei

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Embryonale Stammzellen: Kalifornien gibt Forschung frei

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LNSLNS Der Bundesstaat setzt sich über die Empfehlung der US-Regierung hinweg.
Gouverneur Gray Davis hat in Kalifornien einen Gesetzentwurf unterzeichnet, der die Forschung an embryonalen Stammzellen zu medizinischen Zwecken erlaubt. Davis stellt sich damit gegen die in Washington gewünschte Forschungsbegrenzung. Er begründete die Unterzeichnung damit, dass Kalifornien die Spitzenposition in der medizinischen Forschung halten wolle. Für die Vorlage hatten sich auch zahlreiche Prominente eingesetzt wie der querschnittsgelähmte Schauspieler Christopher Reeve und Nancy Reagan, Ehefrau des Ex-Präsidenten Ronald Reagan.
Abtreibungsgegner und die katholische Kirche protestierten gegen das Gesetz – obwohl das Klonen menschlicher Embryonen verboten wurde. US-Präsident George W. Bush hatte 2001 die Bundesmittel für die Embryonenforschung eingeschränkt. Danach sollte nur eine begrenzte Anzahl bereits bestehender Stammzelllinien weiterhin zur Forschung frei sein. Ein Gesetz, das die Stammzellenforschung oder das Klonen von menschlichen Embryonen verbietet, wurde vom Kongress bislang aber nicht beschlossen.

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