ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2002Arzneiversand: Strafanzeige gegen Kassenchef

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Arzneiversand: Strafanzeige gegen Kassenchef

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LNSLNS Apotheker wollen Zusammenarbeit mit
niederländischer Internetapotheke verhindern.

Der Bundesverband Deutscher Apotheker hat Anzeige gegen den Vorstandsvorsitzenden der Gmünder Ersatzkasse, Dieter Hebel, erstattet. Der Grund: Die Kasse übernimmt die Kosten für Arzneimittel, die ihre Versicherten über die niederländische Versandapotheke DocMorris beziehen. Die Apotheker fordern Schadenersatz für entgangene Umsätze.
„Wer für Strukturveränderungen eintritt, wird kriminalisiert“, so Hebels Reaktion in Berlin. Für ihn bedeutet der Arzneiversand eine Ergänzung der bestehenden Strukturen und eine Serviceverbesserung für die Patienten. Den Vorwurf, DocMorris betreibe Rosinenpickerei, versuchte Prof. Dr. Gerd Glaeske vom Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen zu entkräften. Die Internetapotheke halte 10 000 Arzneimittel vorrätig, von denen etwa 75 Prozent im Preis unter 50 Euro lägen. Glaeske zufolge sind zudem die günstigen Arzneimittelpreise von DocMorris nicht, wie behauptet, auf die Mehrwertsteuerdifferenz zwischen Deutschland und den Niederlanden zurückzuführen. Die Internetapotheke führe die Mehrwertsteuer in Deutschland ab.
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