ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2002Marburger Bund: Verwerfliche Einstellung

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Marburger Bund: Verwerfliche Einstellung

Dtsch Arztebl 2002; 99(39): A-2540 / B-2170 / C-2033

Haag, Wolfgang

Zu der Äußerung des Vorsitzenden des Marburger Bundes Dr. Frank Ulrich Montgomery: „Wir als Gewerkschafter haben ein Interesse daran, dass die ärztliche Arbeitskraft in Deutschland knapp wird“:
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LNSLNS Diesen Ausspruch und seine Bemühungen halte ich für moralisch bedenklich . . . Hier wird doch wieder der Versuch gestartet, auf Kosten der Patienten wirtschaftliche Interessen durchzusetzen. In der heutigen Zeit, wo der Ärztemangel in ländlichen Gebieten und in unseren Kliniken bereits eklatant ist und weiter in erschreckendem Maße zunehmen wird, erfrecht sich ein maßgeblicher Vertreter der Ärzteschaft, diese Situation vorsätzlich zu verschärfen, indem er unserem Gesundheitssystem qualifizierte Kolleginnen und Kollegen entzieht. In Paranthese: Es sind sicherlich qualifizierte, einsatzbereite und flexible Kollegen, die unserem zugegebenermaßen schwierigen Umfeld auf diese Weise entfliehen werden. Die deutschen Patienten können sich ja dann von osteuropäischen Ärzten (nicht nur Sprachprobleme!) versorgen lassen.
Vielen Dank, Herr Montgomery, Ihre ethische Einstellung finde ich „zum Kotzen“!
Dr. med. Wolfgang Haag, Ahrweiler Straße 38, 53343 Wachtberg
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