ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2002Studiengebühren: Schlag auf Schlag

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Studiengebühren: Schlag auf Schlag

Dtsch Arztebl 2002; 99(39): A-2540 / B-2170 / C-2033

Horstmeyer, Angelika

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LNSLNS Da kann man sich nur wundern! Noch sind die Diskussionen und Kritiken an der fünften Gesetzesänderung des Hochschulrahmengesetzes (HRG), die Ende Februar 2002 in Kraft getreten ist, weder weniger noch leiser geworden, liegt schon die nächste Novelle des HRG dem Bundesrat zur Verabschiedung vor. Schwerpunkt dieser Gesetzesänderung ist aber nicht eine Nachbesserung der vorigen Änderung im Dienstrecht, sondern das Studium betreffende Themen.
Die zum Teil sehr heftigen Reaktionen und Proteste zur fünften Novellierung des HRG haben mehr als deutlich gezeigt, dass dieses der gründlichen Nachbesserung und Überarbeitung bedarf, sei es die Sicherung der Kontinuität in Forschung und Lehre in Form einer Stärkung des akademischen Mittelbaus oder die der beruflichen Mehrzahl an unterschiedlichen Perspektiven im Wissenschaftsbereich, da nun nur die Professur auf Lebenszeit über eine Juniorprofessur auf Zeit vorgesehen ist.
Es drängt sich der Verdacht auf, dass allein die schnellstmögliche Abarbeitung von Reform-Punkten zählt. Natürlich das alles noch vor der Wahl. Ansonsten würde sich das Ministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mehr Zeit zur gründlichen Überarbeitung der fünften Novelle nehmen, um die dort klar zutage getretenen Mängel zu beheben und um das Konstruktive und Innovative aus den vielen öffentlichen Diskussionen herauszuziehen. Eine effiziente Besserung der Situation in Forschung und Wissenschaft an Hochschulen wie auch an außeruniversitären Forschungseinrichtungen ist dringend nötig. Denn schon jetzt ist es schwierig, wissenschaftlichen Nachwuchs zu rekrutieren. Dafür bedarf es der Erschließung vieler verschiedener Berufs- und Karriereperspektiven an Hochschulen wie auch außeruniversitären Forschungseinrichtungen und nicht nur eines zeitlich verkürzten Einbahnsystems.
Dr. Angelika Horstmeyer, Gallierweg 67, 53117 Bonn
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