ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2002Juckreiz - Eine diagnostische und therapeutische Crux: Schlusswort
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LNSLNS Den Ausführungen und Ergänzungen von Herrn Darsow und Herrn Ring stimme ich gerne zu. Der Artikel war als Anregung und nicht als Anleitung zur Therapie der komplexen Sinneswahrnehmung Juckreiz gedacht. Deshalb wurde nicht nur bezüglich der lokalen Capsaicin- und Doxepin-Anwendung auf die Darstellung von Nebenwirkungen verzichtet. Der Hinweis, dass Nebenwirkungsprofile und Kontraindikationen beachtet werden müssen, erfolgte pauschal.
Bezüglich der lokalen Anwendung von Capsaicin sind die zeitlich limitierten, brennenden Dysesthesien im Anwendungsbereich als häufigste Nebenwirkung anzusehen. Dieses Problem führt bei einigen Patienten zum Abbruch der Behandlung. Auf die oftmals notwendige, wiederholte Anwendung von Capsaicin und die Erhöhung der topischen Konzentration der Substanz ist auch im eigenen Artikel hingewiesen worden.
Hinsichtlich der lokalen Anwendung von Doxepin schließe ich mich der kritischen Würdigung dieser Therapie im Drugs and Therapeutics Bulletin an. Die Autoren dieses Bulletins sprechen sich gegen die Verwendung von lokalem Doxepin aus (1).
Dem Schlusssatz des Diskussionsbeitrages, dass sich in der Juckreiztherapie oftmals Kombinationen von topischen und systemischen, auf das Zentrale Nervensystem gerichtete Therapieformen bewähren, schließe ich mich gerne an. Ich habe selbst im Artikel darauf hingewiesen, dass der Gebrauch verschiedener Substanzen mit unterschiedlichen Wirkungen eine erfolgreiche individuelle Behandlung bei vielen Patienten ermöglicht. Wo möglich und vertretbar, sollten sie mit physikalischen Maßnahmen, zum Beispiel einer UV-Bestrahlung, kombiniert werden.

Literatur
1. Drugs and Therapeutics Bulletin 2000; 38: 31–32.

Prof. Dr. med. Sawko Wassil Wassilew
Dermatologische Klinik
Klinikum Krefeld
Lutherplatz 40
47805 Krefeld

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