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LNSLNS Der Vergleich der Wahlaussagen der Parteien zur Gesundheitspolitik ist müßig. Keine Partei weiß eine Lösung der Finanzprobleme, denn ohne grundsätzliche Veränderungen gibt es keine. Man kann nicht ständig teurere Leistungen anbieten, das Anspruchsdenken fördern und die Selbstverantwortung unbeachtet lassen, ohne die Beiträge zu erhöhen. Dieser Widerspruch ist weder von einer Partei noch von einem Politiker zu lösen. Was aber wäre die Basis für einen solchen Paradigmenwandel?
Er müsste vor allem das Interesse der Beteiligten, viele Kranke und Krankheiten zu behandeln, um den Umsatz zu steigern, sich umkehren in ein Interesse am Gesundwerden bzw. -bleiben. Die „weiße Industrie“ als Teil eines profitorientierten Systems sollte sich vom Prinzip des quantitativen Wachstums lösen und vorbildhaft im Rahmen eines dynamischen Gleichgewichts (steady state) das Bemühen um Qualität in den Vordergrund stellen. Die Wellness-Woge zeigt ja beispielhaft ein – allerdings parallel zu den Ärzten laufendes – Bemühen um Lebensqualität in der Bevölkerung. Dies sollte aufgefangen und genutzt werden, mit der Folge von Kostenverminderungen.
Dazu müssen Anreize geschaffen werden, z. B. ein monatlicher Grundbetrag für den Arzt pro versorgten Patienten, mit Erhöhung, wenn er gesund bleibt und geringe Kosten verursacht. Keine Therapierichtung wird bevorzugt. Eine eventuelle Barfußmedizin wird von der Marktwirtschaft beantwortet und führt zum Abwandern der Patienten . . .
Dr. med. Manfred Doepp, Buchbichl 52, 83727 Irschenberg
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