ArchivDeutsches Ärzteblatt PP1/2002Psychische Störungen: Starker Anstieg

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Psychische Störungen: Starker Anstieg

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Gmünder Ersatzkasse legt Gesundheitsreport vor.

Psychische Störungen haben stark zugenommen. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie – des Gesundheitsreports 2001 – von Gmünder Ersatzkasse (GEK) und dem Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitssystemforschung, Hannover. Grundlage der Studie waren Daten von 2,1 Millionen Personen, die zwischen 1989 und 2000 bei der GEK versichert waren.
Ergebnisse: Bei den Arbeitsunfähigkeitstagen stieg der Anteil psychischer Störungen um fast zwei Drittel (62,5 Prozent), bei den Krankenhausaufenthalten um 40,3 Prozent. Im Jahr 2000 fielen 11,6 Prozent aller Krankenhaustage auf psychische Störungen – mehr als auf Krebserkrankungen. Die durchschnittliche Verweildauer bei psychischen Störungen ist fast dreimal so lang bei anderen Erkrankungen. Arbeitsunfähigkeiten wegen psychischer Erkrankungen dauern im Schnitt 33,5 Tage, die sonstiger Erkrankungen nur 13,4 Tage. Bei Männern steht ein großer Anteil stationärer Erkrankungen in Zusammenhang mit Alkoholmissbrauch; bei Frauen dominieren depressive Störungen.
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