ArchivDeutsches Ärzteblatt PP1/2002Stress-Studie: Freiberufler kompensieren

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Stress-Studie: Freiberufler kompensieren

PP 1, Ausgabe Januar 2002, Seite 4

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LNSLNS Selbstständiges Arbeiten und gutes Betriebsklima mindern Stressbelastung.
Menschen, die selbstbestimmt arbeiten können, leiden seltener unter psychosomatischen Erkrankungen. So klagen Freiberufler wie Ärzte, Apotheker oder Heilpraktiker trotz teilweiser sehr hoher Arbeitsbelastung deutlich weniger als andere über stressbedingte psychische und psychosomatische Beschwerden. Das ist das Ergebnis einer Studie der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege und der Deutschen Angestellten-Krankenkasse. Bei mehr als 8 000 Personen aus 23 Berufsgruppen wurden Stressreaktionen gemessen. Deutlich über dem Durchschnittswert der Bevölkerung lagen die Werte von Raumpflegerinnen, Kindergärtnerinnen und Berufsschullehrern.
Raumpflegerinnen hatten ein um 50 Prozent höheres Ausmaß an psychosomatischen Beschwerden und einen deutlich schlechteren psychischen und physischen Gesundheitszustand. Kindergärtnerinnen und Erziehern macht vor allem der hohe Geräuschpegel zu schaffen. Belastend empfinden sie auch, dass sie eigene Ideen und Vorschläge gegenüber der Leitung wenig einbringen können. Die Berufsschullehrer litten deutlich mehr als der Durchschnitt der Bevölkerung an Rückenschmerzen und Nervosität. Fast die Hälfte gab an, sich nicht auf ihre Vorgesetzten verlassen zu können.
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